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HANSER automotive 09/2015

Unabhängigkeit von Google

Editorial

Die drei deutschen Autohersteller Audi, BMW und Daimler haben im Bieter-Rennen um den Kartendienst Nokia HERE den Zuschlag erhalten − für einen Kaufpreis von rund 2,5 Milliarden Euro. Damit sichert sich das Automobilkonsortium eine Schlüsseltechnologie im Rennen um das Autonome Fahren und kontrolliert nun eine der vier wichtigsten Karten − neben Google Maps, TomTom und OpenStreetMap.

Der Schulterschluss der deutschen Premiumhersteller sich selbst an der Erstellung digitaler Karten zu beteiligen kommt aber nicht überraschend. Zum einen spielen HD Maps eine zentrale Rolle für das Auto der Zukunft. Ohne hochgenaue Kartendaten findet kein autonom fahrendes Auto zum Ziel! Zum anderen haben die Hersteller ihre ortsgebundenen Dienste seit Jahren beinahe ausschließlich auf Basis von HERE-Karten entwickelt. Einen Verlust dieser Kartenquelle an einen Wettbewerber wäre schmerzlich gewesen – erst recht, da sich mit dem Fahrtvermittler Uber auch eine direkte Google-Beteiligung im Bieterrennen befand. Und schließlich hätte ein Wechsel auf einen anderen Kartenlieferanten auch einen enormen technischen Aufwand und hohe Kosten verursacht.

Erstellt werden solche HD-Kartendaten durch das Abfahren der Straßen mit eigens dafür ausgerüsteten Fahrzeugen, den sogenannten HERE True Cars. Diese sind mit LiDAR ausgestattet und scannen ihre Umgebung auf bis zu zehn Zentimeter genau. Durch das Sammeln der 3D-Datenpunkten wird ein Abbild der Straßenoberfläche entworfen, das sowohl die Anzahl der Fahrspuren als auch deren Breite erfasst. Darüber hinaus werden auch Details wie die Neigung und Krümmung der Straße, Fahrbahnmarkierungen und Objekte am Straßenrand aufgezeichnet. Auch Straßenschilder und deren Bedeutung finden Berücksichtigung. Das Unternehmen hat mit seiner Wagenflotte bereits mehrere private Teststrecken für Pilotprojekte wie etwa den Abschnitt der Autobahn A9 zwischen München und dem Autobahndreieck Holledau in High Definition kartographiert.

Die Autohersteller halten sich mit dem HERE-Kauf vorerst Google vom Leib. Zwar hat Google ebenfalls gutes digitales Kartenmaterial, wird mit seinen autonom fahrenden "Google-Auto" aber auch als Wettbewerber gesehen. So einem möchte man in Stuttgart, München und Ingolstadt natürlich keinen Zugriff auf systemkritische Komponenten im eigenen Produkt gewähren − allerdings zu einem hohen Preis, denn die Aktualisierung der Kartendaten erfordert große laufende Ausgaben.

Ihr Klaus Oertel

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Kurzcharakteristik
HANSER automotive

HANSER automotive ist die praxisorientierte Informationsquelle für alle Einsatzgebiete der Automobilelektronik. Die Leser sind namentlich bekannte Entwicklungs-, Projekt- und Applikationsingenieure mit direktem Produkt- und Beschaffungsinteresse sowie Führungskräfte, die sich einen Überblick über Produkte, Komponenten und Systeme verschaffen wollen. Die Zeitschrift berichtet deshalb in Form von Fachartikeln, Interviews und Kurzbeiträgen über Produkte, Systeme, Trends und das aktuelle Geschehen in der Kfz-Elektronik sowie über Produkte und Lösungen aus Branchen wie Telecom/Datacom, Consumer und Industrial, die für den Einsatz im Automobil geeignet sind. Darüber hinaus ergänzen Beiträge über Elektromobilität und Elektronik in Mobilen Maschinen das Informationsangebot.