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HANSER automotive 09/2014

Prozesszertifizierung nach ISO 26262

Gastkolumne

Marcus Rau ist stv. Leiter des Competence Centers Funktionale Sicherheit des SGS-TÜV Saar und langjähriges Mitglied im Normungsgremium zur ISO 26262.

Marcus Rau ist stv. Leiter des Competence Centers Funktionale Sicherheit des SGS-TÜV Saar und langjähriges Mitglied im Normungsgremium zur ISO 26262.

Spätestens nach dem Skandal um zertifizierte Brustimplantate stellt sich die Frage nach Sinn und Unsinn von Zertifizierungen. Die Meinungen reichen hier in einigen Branchen vom "absoluten Muss" bis hin zu "Zeit- und Geldverschwendung". Dass eine Zertifizierung durchaus seine Vorteile haben kann, soll am Beispiel der Prozesszertifizierung nach ISO 26262 erläutert werden. ISO 26262 ist neben ihren technischen Anforderungen sehr stark prozessorientiert und bietet sich geradezu für eine Prozesszertifizierung an. Eine Prozesszertifizierung bestätigt einem Unternehmen oder Unternehmensbereich, dass Prozessanforderungen normenkonform umgesetzt werden.

Was bringt die Prozesszertifizierung einem Unternehmen? Hier müssen sicherlich verschiedene Aspekte betrachtet werden. Zunächst fällt hier das Auge auf den Marketingaspekt, im Sinne eines Alleinstellungsmerkmales. Daneben kann eine Prozesszertifizierung allerdings auch noch wesentliche Einsparungen in der Projektabwicklung bringen. Ist nämlich eine Prüfung der Prozessanwendung in jedem einzelnen Entwicklungsprojekt erforderlich, so wie das beispielsweise die ISO 26262 erfordert, muss das Rad nicht jedes Mal neu erfunden werden. Im einfachsten Fall reicht hier schon eine Überprüfung der im Projekt erfolgten Prozessplanung. Im Schnitt dürfte die Ersparnis bei mindestens 30% des sonst erforderlichen Kosten- und Zeitaufwandes einer Prozessprüfung liegen.

Ein weiterer Aspekt ist die kontinuierliche Überwachung der Prozessanwendung, welche typischerweise jährlich durchgeführt wird. Indem die Prüfer neben der Feststellung von Defiziten auch entsprechende Hinweise zur Prozessoptimierung geben, wird der nicht zu unterschätzende Anspruch auf eine kontinuierliche Prozessverbesserung bedient. Eine Prozesszertifizierung ist im Regelwerk der ISO 26262 derzeit nicht vorgesehen, wird also weder empfohlen noch abgelehnt. Letztendlich ist es also jedem Unternehmen freigestellt über Sinn und Unsinn einer Prozesszertifizierung zu entscheiden. Wenn man allerdings die Kosten einer Prozesszertifizierung mit den Kosten, die die eigentliche Prozesseinführung verursacht, miteinander vergleicht, wird man schnell feststellen, dass diese nur die Spitze des Eisbergs bilden.

Zum derzeitigen Zeitpunkt lässt sich noch kein entscheidender Trend feststellen, ob Automotive Firmen auf das Pferd "Prozesszertifizierung nach ISO 26262" setzen werden, wenngleich Einzelne die erklärten Vorteile schon heute zu nutzen wissen. Wirft man aber einen Blick auf die Luftfahrt oder die Automatisierungsbranche, so wird man sehr schnell feststellen, dass in diesen Bereichen Prozesszertifizierungen nach den einschlägigen Sicherheitsstandards bereits seit einiger Zeit "State of the art" sind. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis die Automotive-Branche hier nachzieht.

Ihr Marcus Rau

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Frau Kristin Franke
Tel.: +49 89 99830-111
Fax: +49 89 984809
abo-service@hanser.de


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Kurzcharakteristik
HANSER automotive

HANSER automotive ist die praxisorientierte Informationsquelle für alle Einsatzgebiete der Automobilelektronik. Die Leser sind namentlich bekannte Entwicklungs-, Projekt- und Applikationsingenieure mit direktem Produkt- und Beschaffungsinteresse sowie Führungskräfte, die sich einen Überblick über Produkte, Komponenten und Systeme verschaffen wollen. Die Zeitschrift berichtet deshalb in Form von Fachartikeln, Interviews und Kurzbeiträgen über Produkte, Systeme, Trends und das aktuelle Geschehen in der Kfz-Elektronik sowie über Produkte und Lösungen aus Branchen wie Telecom/Datacom, Consumer und Industrial, die für den Einsatz im Automobil geeignet sind. Darüber hinaus ergänzen Beiträge über Elektromobilität und Elektronik in Mobilen Maschinen das Informationsangebot.