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HANSER automotive 07-08/2015

Komfort ist wichtiger als Sicherheit

Editorial

Noch ist es so, dass teilautomatisierte Fahrzeuge ihre Aufgaben hochpräzise ausführen, in vieler Hinsicht schneller und zuverlässiger als der Mensch, aber ohne eigene Entscheidungen zu treffen, also ohne eine konkrete Absicht, bestimmte Dinge zu tun. Noch ist das so. Die fehlende Absicht, und eine womöglich daraus resultierende Schuldunfähigkeit, wird in naher Zukunft nicht mehr so eindeutig sein, denn durch die enormen Fortschritte auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz ist absehbar, dass hochautomatisierte Autos irgendwann eine ans Menschliche heranreichende Selbständigkeit und Entscheidungsfähigkeit erreichen werden. Vielleicht müssen wir dann die Schlagzeile "Roboterauto tötet Menschen" in einigen Jahren öfters lesen müssen. Auf der anderen Seite erscheint es absurd, einen Roboter vor Gericht zu stellen.

Mit dem ersten tödlichen Verkehrsunfall eines autonom fahrenden Autos wird die Technologie verschwinden, prophezeien daher schon Einige. Doch wenn es so wäre, gäbe es heute überhaupt keine Autos. Schon zu den Anfangszeiten war das Automobil eine eher todbringende Maschine: 100 Jahre später ist die Gefahr bei einem Verkehrsunfall ums Leben zu kommen zwar drastisch gesunken, aber das Auto ist immer noch weit gefährlicher als die Verkehrsmittel Bahn und Flugzeug. Und dennoch fahren mehr Menschen als je zuvor. Das lässt nur einen Schluss zu: Das Auto hat sich nicht durchgesetzt, weil es besonders sicher ist, sondern weil es so bequem ist. Genauso wird es mit den automatisierte Fahrzeugen laufen. Sie kommen Schritt für Schritt, und die Menschen werden sie schätzen lernen so wie heute schon den Abstandsregelautomaten, das Einparksystem oder den Stauassistenten. Vermutlich werden wir dann auch sicherer unterwegs sein, doch ohne ein Rest- risko geht es nicht. Schon gar nicht weil kein Autohersteller viele Hundert Millionen Testkilometer zur Absicherung der funktionalen Sicherheit abspulen kann. Wie gefährlich autonome Fahrzeuge sind, muss sich also erst zeigen. Google hat das Ergebnis eines Vergleichs zwischen Roboterautos und menschlichen Fahrern bekanntgegen. Demnach würden letztere wesentlich stärker beschleunigen und abrupter abbremsen als autonome Fahrzeuge. "Unser Auto fährt sanfter und sicherer als unsere trainierten Profi-Fahrer," sagte Google-Projektleiter Chris Urmson. Und auch Dr. Fausten, Projektleiter bei Bosch für auto- matisiertes Fahren sieht das ähnlich: "Anders als der Mensch begeben sich unsere autonomen Fahrzeuge erst gar nicht in einen Fast-Kollisions-Zustand."

So lange das Risiko also nicht drastisch höher ist als der menschliche Fahrer, werden wir es in Kauf nehmen. Übrigens genauso wie man heute das Risiko eingeht, mit 200 km/h und mehr über die Autobahn zu rasen.

Ihr Klaus Oertel

Service

Ihre Ansprechpartnerin

Frau Kristin Franke
Tel.: +49 89 99830-111
Fax: +49 89 984809
abo-service@hanser.de


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Kurzcharakteristik
HANSER automotive

HANSER automotive ist die praxisorientierte Informationsquelle für alle Einsatzgebiete der Automobilelektronik. Die Leser sind namentlich bekannte Entwicklungs-, Projekt- und Applikationsingenieure mit direktem Produkt- und Beschaffungsinteresse sowie Führungskräfte, die sich einen Überblick über Produkte, Komponenten und Systeme verschaffen wollen. Die Zeitschrift berichtet deshalb in Form von Fachartikeln, Interviews und Kurzbeiträgen über Produkte, Systeme, Trends und das aktuelle Geschehen in der Kfz-Elektronik sowie über Produkte und Lösungen aus Branchen wie Telecom/Datacom, Consumer und Industrial, die für den Einsatz im Automobil geeignet sind. Darüber hinaus ergänzen Beiträge über Elektromobilität und Elektronik in Mobilen Maschinen das Informationsangebot.