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HANSER automotive 07-08/2017

Können Computer moralisch entscheiden?

Editorial

Klaus Oertel, Chefredakteur HANSER automotive

Klaus Oertel, Chefredakteur HANSER automotive

Automatisiertes Fahren soll bald auf deutschen Straßen möglich sein. Bundestag und Bundesrat haben einen Gesetzentwurf angenommen, der eine entsprechende Änderung im Straßenverkehrsgesetz vorsieht. Wichtig dabei: Der Mensch soll auch beim Einsatz des Computers grundsätzlich die letzte Verantwortung behalten. Der Fahrer wird also während der Fahrt nicht durch das System ersetzt. Das wäre erst beim autonomen Fahren der Fall, bei dem es keinen Fahrer, sondern nur noch Passagiere gibt.

Die Frage, wie automatisierte Fahrzeuge in Dilemma-Situationen entscheiden, ist bislang nicht beantwortet. Dafür soll eine Ethikkommission unter Vorsitz des Verfassungsrechtlers Udo Di Fabio Leitlinien vorstellen. Im Falle eines Unfalls etwa soll Sachschaden stets vor Personenschaden gehen. Weiter fordert die Ethikkommission, die Systeme müssten grundsätzlich so programmiert sein, dass bei unausweichlichen Unfallsituationen jede Qualifizierung nach persönlichen Merkmalen (Alter, Geschlecht, körperliche oder geistige Konstitution) strikt untersagt ist.

Daher ist es unabdingbar, Regeln und Erwartungen an autonome Fahrzeuge zu erarbeiten, die definieren, wie sich solche Systeme in kritischen Situationen verhalten sollen. Kognitionswissenschaftler der Universität Osnabrück haben einen Lösungsansatz vorgestellt, wie menschlich-ethische Entscheidungen in Maschinen implementiert werden und autonome Fahrzeuge bald moralische Dilemmata im Straßenverkehr bewältigen könnten. "Um Regeln oder Empfehlungen definieren zu können sind zwei Schritte notwendig. Als Erstes muss man menschliche moralische Entscheidungen in kritischen Situationen analysieren und verstehen. Als zweiten Schritt muss man das menschliche Verhalten statistisch beschreiben, um Regeln ableiten zu können, die dann in Maschinen genutzt werden können," erklärte Prof. Dr. Gordon Pipa von der Uni Osnabrück. Das menschliche moralische Verhalten lässt sich durch den Vergleich von einer Wertigkeit des Lebens, das mit jedem Menschen, jedem Tier oder jedem Objekt assoziiert ist, erklären bzw. mit beachtlicher Präzision vorhersagen.

"Das zeigt, dass menschliche moralische Entscheidungen prinzipiell mit Regeln beschrieben werden können und dass diese Regeln als Konsequenz auch von Maschinen genutzt werden könnten," so Pipa weiter. Trotzdem bleiben noch zwei moralische Dilemmata, so Prof. König, ebenfalls von der Uni Osnabrück:"Erstens müssen wir uns über den Einfluss von moralischen Werten auf die Richtlinien für maschinelles Verhalten entscheiden. Zweitens müssen wir uns überlegen, ob wir es wollen, dass Maschinen sich (nur) menschlich verhalten sollen."

Ihr Klaus Oertel

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Fax: +49 89 984809
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Kurzcharakteristik
HANSER automotive

HANSER automotive ist die praxisorientierte Informationsquelle für alle Einsatzgebiete der Automobilelektronik. Die Leser sind namentlich bekannte Entwicklungs-, Projekt- und Applikationsingenieure mit direktem Produkt- und Beschaffungsinteresse sowie Führungskräfte, die sich einen Überblick über Produkte, Komponenten und Systeme verschaffen wollen. Die Zeitschrift berichtet deshalb in Form von Fachartikeln, Interviews und Kurzbeiträgen über Produkte, Systeme, Trends und das aktuelle Geschehen in der Kfz-Elektronik sowie über Produkte und Lösungen aus Branchen wie Telecom/Datacom, Consumer und Industrial, die für den Einsatz im Automobil geeignet sind. Darüber hinaus ergänzen Beiträge über Elektromobilität und Elektronik in Mobilen Maschinen das Informationsangebot.