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HANSER automotive 02/2020

Kein Plan B

Editorial

Franz Roßmann ist Korrespondent der HANSER automotive. © Schuster

Franz Roßmann ist Korrespondent der HANSER automotive. © Schuster

Über 200 Absagen von Seiten der Aussteller und laut Veranstalter nur etwas über 13.000 Besucher und damit fast zwei Drittel weniger als im Vorjahr. Das war die Embedded World 2020.

Positiv war daran, dass wohl kaum jemand auf die Messe gekommen ist, der nicht ernsthaft am Thema und den Ausstellern interessiert war. Die ruhige Atmosphäre ohne dröhnende Messestände schonte Stimme und Nerven. Gerade auch kleinere Aussteller erhielten durch das Fehlen der Big Player der Branche – darunter fast alle Halbleiterhersteller und Distributoren – etwas mehr Aufmerksamkeit. Soweit so gut.

Aber es bleiben viele Fragen offen. Und nicht nur, weil der Messeveranstalter eine unbeholfen wirkende Kommunikationsstrategie an den Tag legte. So wurde in der Abschlusspressemitteilung weder auf die eigenen Entscheidungen noch die drastisch dezimierte Aussteller- und Besuchszahl eingegangen. Recht vage wird nur von „Globale Situation um Covid-19 beeinflusst Messeverlauf“ gesprochen. Auf berechtigte Kritik von Seiten der Besucher und Aussteller wird mit keinem Wort eingegangen.

Auch wenn die Messe Nürnberg sicherlich nicht für die Absagen der Aussteller verantwortlich gemacht werden kann, hat sie zumindest unglücklich agiert: Eine Messe in die Schulferien bzw. Faschings-/ Karnevalszeit zu legen zeugt von, nun ja, Selbstbewusstsein. Wenn dann auch noch die „Großen“ der Halbleiterbranche wegbleiben, muss sich das spürbar auf die Besuchszahlen auswirken. Schließlich fahren gerade Mitarbeiter kleinerer und mittelständischer Firmen auf Messen, um von den Unternehmen Informationen zu erhalten, auf die sie sonst nur schwer Zugriff haben. Wenn der Messeveranstalter dann auch noch die Firmen still und heimlich von der Ausstellerliste streicht, verärgert das wesentliche Teile des Publikums und lädt zu Spekulationen ein. Die von der Messe verfolgte Strategie „Augen zu und durch“ legt nahe, dass es schlicht keinen Plan B gab.

Damit steht die Messe Nürnberg bei weitem nicht alleine da. Dabei ist Plan B aber heute entscheidender denn je. Just-in-Time-Belieferung und aus „Effizienzgründen“ personell und finanziell ausgeblutete Abteilungen haben jegliche Reserven in Unternehmen verschwinden lassen, die eingesetzt werden könnten, um die Folgen von Notfällen oder Krisen abzufedern.

Dabei ist unser Wirtschaftssystem vulnerabel, wie die Einschläge in immer kürzeren Abständen zeigen. Die Globalisierung mit ausgeprägter Funktions- und Arbeitsteilung mag wirtschaftlich für viele Teilnehmer gewinnbringend sein, sie ist aber von Natur aus anfällig für Störungen aller Art.

Unternehmen und Politik müssen zeitnah Maßnahmen ergreifen, die das System resilienter gegen innere und äußere Störfaktoren machen. Konjunkturprogramme, Finanzhilfen und Steuernachlässe dürfen dabei nur gewährt werden, wenn sie uns diesem Ziel näher bringen..

Ihr Franz Joachim Roßmann

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HANSER automotive ist die praxisorientierte Informationsquelle für alle Einsatzgebiete der Automobilelektronik. Die Leser sind namentlich bekannte Entwicklungs-, Projekt- und Applikationsingenieure mit direktem Produkt- und Beschaffungsinteresse sowie Führungskräfte, die sich einen Überblick über Produkte, Komponenten und Systeme verschaffen wollen. Die Zeitschrift berichtet deshalb in Form von Fachartikeln, Interviews und Kurzbeiträgen über Produkte, Systeme, Trends und das aktuelle Geschehen in der Kfz-Elektronik sowie über Produkte und Lösungen aus Branchen wie Telecom/Datacom, Consumer und Industrial, die für den Einsatz im Automobil geeignet sind. Darüber hinaus ergänzen Beiträge über Elektromobilität und Elektronik in Mobilen Maschinen das Informationsangebot.