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HANSER automotive 07-08/2014

Der menschliche Faktor

Editorial

Kein Funker, Navigator oder Flugingenieur sitzt heute mehr im Cockpit – der Autopilot sorgt dafür, dass man im Flugzeug sicher reist. Noch ist es nicht soweit, dass wir im Auto per Autopilot ohne Zutun von A nach B fahren können. Doch schon in einigen Jahren sollen hochautomatisierte oder autonom fahrende Fahrzeuge das Straßenbild prägen. Ein Grund, warum Hersteller und Zulieferer in diese Technologie investieren, ist der Fahrer; dieser Risikofaktor soll möglichst aus der Regelungskette hinaus designt werden, um die Unfallzahlen weiter zu senken. Doch die ganze Diskussion um den angeblich so unzuverlässigen Menschen erscheint ziemlich merkwürdig. Kurioserweise soll dieses angebliche Risiko dann im Notfall doch wieder eingreifen und die Verantwortung übernehmen.

Dr. Günter Reichart, ehemals E/E-Architektur-Experte bei BMW, hat sich die Zuverlässigkeitskennwerte menschlichen Handelns näher angeschaut und festgestellt, dass sie in vielen Fällen für eine sehr hohe Zuverlässigkeit sprechen, insbesondere unter Einbeziehung der Fähigkeit des Menschen zur Fehlerkorrektur. "Immer wieder wird behauptet, dass 90% aller Unfälle auf menschliches Versagen zurückzuführen ist", so Reichart. "Das ist trivial, da gar nicht nach anderen Ursachen gesucht wird.".Und zudem ist auch nicht bekannt, in wie vielen Fällen der Mensch einen Unfall vermieden hat.

Der Fahrzeugbestand hat sich in Deutschland seit 1970 bis heute vervierfacht, die Verkehrsleistung etwa verdreifacht. Trotzdem ist die Zahl der Getöteten um das 2,4-fache zurückgegangen. "Da keine größeren Evolutionsschritte bei der deutschen Bevölkerung bekannt sind, stimmt die These des Risikofaktors Mensch wohl nicht, sonst müssten die Zahlen gestiegen sein," so Reichart. Es sind eine Vielzahl von Faktoren, die die Reduktion des Unfallgeschens bewirken und nicht eine monokausaler Zusammenhang.

Ein Unfall mit Todesfolge ist zumindest in Deutschland ein eher seltenes Ereignis (4 Promille aller Sterbefälle), die Wahrscheinlichkeit bezogen auf die Bevölkerungszahl einen Verkehrsunfall mit Todesfolge zu erleiden, liegt bei p = 5*10-5 (1/a). "Eine Ausfallwahrscheinlichkeit eines Automatisierungssystem von besser 1*10-5 (1/a) ist nur mit extrem verlässlichen Systemen unter Einsatz von Redundanz zu erreichen," weiß Reichart. Auch wird immer wieder argumentiert, dass der Mensch im Fehlerfall in einer angemessenen Zeit die Fahrzeugkontrolle wieder selbst übernehmen könne. "Dies ist ein Trugschluss, da man ja die Versuche mit heutigen Fahrern macht, die gut trainiert sind," so Reichart. Doch bei autonom fahrenden Fahrzeugen verliert der Mensch mit der Zeit nicht nur die Fahrfertigkeit, sondern auch das Situationsbewusstsein und die Reaktionsbereitschaft.

Neuerdings drängen übrigens Flugzeughersteller darauf, das manuelle Fliegen der Piloten bei Systemausfällen verstärkt zu trainieren, also das Flugzeug ohne den Autopiloten in jeder Situation zu steuern und zu beherrschen.

Ihr Klaus Oertel

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Kurzcharakteristik
HANSER automotive

HANSER automotive ist die praxisorientierte Informationsquelle für alle Einsatzgebiete der Automobilelektronik. Die Leser sind namentlich bekannte Entwicklungs-, Projekt- und Applikationsingenieure mit direktem Produkt- und Beschaffungsinteresse sowie Führungskräfte, die sich einen Überblick über Produkte, Komponenten und Systeme verschaffen wollen. Die Zeitschrift berichtet deshalb in Form von Fachartikeln, Interviews und Kurzbeiträgen über Produkte, Systeme, Trends und das aktuelle Geschehen in der Kfz-Elektronik sowie über Produkte und Lösungen aus Branchen wie Telecom/Datacom, Consumer und Industrial, die für den Einsatz im Automobil geeignet sind. Darüber hinaus ergänzen Beiträge über Elektromobilität und Elektronik in Mobilen Maschinen das Informationsangebot.