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HANSER automotive 01-02/2017

China first?

Editorial

Das Jahr 2017 wird für die deutsche Autoindustrie geprägt sein von Unsicherheiten. Trump, der mögliche Zerfall der EU und die Folgen der Dieselaffäre bleiben ein unkalkulierbares Risiko. Auf der anderen Seite müssen die enormen Entwicklungsaufwände, die die Digitalisierung, das vernetzte Auto und schließlich das autonome Fahren mit sich bringen, gestemmt werden. Und dann ist da noch China.

Die Stimmung im China-Geschäft war noch nie so schlecht, wie das Mercator Institut für China Studien erklärt. Die Zahl der Beschwerden und Hilfegesuche an die deutsche Botschaft in Peking habe seit zwei Jahren extrem zugenommen wie aus der deutschen Vertretung in Peking zu hören ist. Beklagt werden neue Marktbarrieren, erschwerte Lizenzverfahren, Diskriminierung gegenüber chinesischen Unternehmen, erzwungener Technologietransfer und unverändert freche Produktpiraterie. Die deutsche Wirtschaft stößt also in China auf wachsende Hürden, während chinesische Unternehmen die offenen Märkte in Europa nutzen. Da klingt die Rede des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Davos zynisch, der globale Kooperation, Reformen und ein neues Wachstumsmodell verspricht, das alle mitnimmt.

Das beste Beispiel für Chinas "ökonomischen Nationalismus" ist die Entwicklung von Elektroautos. Neue Gesetzespläne fordern von Herstellern, eine Lizenz zu beantragen und nicht nur ihre Produktion in China zu lokalisieren, sondern auch den Entwicklungsprozess. Die chinesischen Partner, ohne die ausländische Autobauer ohnehin nicht in China tätig sein dürfen, müssen dafür nachweisen, dass sie die E-Auto-Technologie komplett beherrschen. Somit müsse die deutsche Autofirma ihnen ihre ganze Technologie übergeben.

Doch damit nicht genug: Weiter gibt es Pläne, dass Autohersteller nach einem Zeitplan einen bestimmten Anteil an E-Autos in China bauen müssen, und ansonsten Minuspunkte ansammeln. Zum Ausgleich müssten sie Pluspunkte von chinesischen Konkurrenten kaufen - und würden über solche Strafzahlungen ihre lokalen Wettbewerber sogar mitfinanzieren. Am Ende geht es der chinesischen Führung wohl nur darum, ausländische durch chinesische Technologien zu ersetzen.

Mit dem Masterplan "Made in China 2025" und Investitionen in Milliardenhöhe geht China industriepolitisch voll in die Offensive. So scheint es wenig glaubwürdig, wenn die chinesische Führung in Davos nun für Offenheit wirbt. Wie ernst gemeint das Plädoyer für den globalen Handel auch sein mag – immerhin ist es ein Signal, das man von der US-Regierung wohl nicht erwarten kann.

Ihr Klaus Oertel

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Kurzcharakteristik
HANSER automotive

HANSER automotive ist die praxisorientierte Informationsquelle für alle Einsatzgebiete der Automobilelektronik. Die Leser sind namentlich bekannte Entwicklungs-, Projekt- und Applikationsingenieure mit direktem Produkt- und Beschaffungsinteresse sowie Führungskräfte, die sich einen Überblick über Produkte, Komponenten und Systeme verschaffen wollen. Die Zeitschrift berichtet deshalb in Form von Fachartikeln, Interviews und Kurzbeiträgen über Produkte, Systeme, Trends und das aktuelle Geschehen in der Kfz-Elektronik sowie über Produkte und Lösungen aus Branchen wie Telecom/Datacom, Consumer und Industrial, die für den Einsatz im Automobil geeignet sind. Darüber hinaus ergänzen Beiträge über Elektromobilität und Elektronik in Mobilen Maschinen das Informationsangebot.