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HANSER automotive 03-04/2015

Autonom fahren: Das Risiko trägt der Entwickler

Editorial

Dass das automatisierte Fahren kommt, gilt mittlerweile als sicher. Unsicher ist jedoch, wann es soweit sein wird. Trotzdem läuft die PR-Maschinerie der Autohersteller auf Hochtouren und soll den Eindruck entstehen lassen, dass das autonome Fahren in Kürze Realität sein wird. Schließlich will jeder Premiumhersteller Innovationsführer sein. Die Wirklichkeit sieht anders aus: Studien gehen davon aus, dass erst um das Jahr 2035 etwa zehn Prozent aller Autos selbständig fahren können. Das autonome Fahrzeug wird nicht auf einen Schlag kommen, vielmehr werden die jetzt schon verfügbaren Assistenzsysteme immer weiter verbessert. Peu à peu sollen dann die Fahrzeuge im fließenden Autobahnverkehr ohne menschlichen Einsatz vorankommen. So wird Audi beim neuen A8, der 2017 auf die Straße kommt, einen Stau- und Parkpiloten anbieten, der bis 60 km/h funktioniert und selbständig den Weg in die Garage findet. 2020 soll dann das Valet-Parking in ausgewählten Parkhäusern möglich sein. Das Hirn eines solchen A8 wird das zentrale Fahrerassistenz-Steuergerät sein, das die Informationen der Sensoren zu einem detaillierten Bild der Fahrzeugumgebung verarbeitet. Über die Online-Verbindung von Audi connect fließen diese Daten zukünftig zu einem IT-Backend in der Cloud. Dort werden sie mit Algorithmen des Machine Learning und der künstlichen Intelligenz aufbereitet und gelangen zurück ins Auto. Auf diese Weise lernt das Auto während der Fahrt permanent dazu, um seine Performance permanent zu verbessern. Das beinhaltet auch, menschliche Verhaltensweisen zuverlässig vorherzusagen und technisch abzubilden – eine gewaltige Aufgabe für die neue Technologie.

Wenn die selbstfahrenden Autos die Teststrecken verlassen, werden sich jedoch auch viele fragen: Wer haftet eigentlich, wenn der Autofahrer gar nicht mehr selbst lenkt? Um zu wissen, wer wirklich fuhr, müsste man den Innenraum überwachen. Und auch das Verkehrs- und Umfeldszenario müsste permanent aufgezeichnet werden. Noch fehlen klare Regeln und ein rechtlicher Rahmen. Um die Details zu klären, hat Verkehrsminister Dobrindt nun einen runden Tisch "Automatisiertes Fahren" eingerichtet, der sich auch mit den komplizierten Haftungsfragen beschäftigen soll. Fährt das Fahrzeug autonom, stellt sich prinzipiell bei jedem Unfall die Frage, ob dieser durch einen vom Hersteller zu verantwortenden Produktfehler verursacht wurde. Die Allianz-Versicherung hat zwar prinzipiell grünes Licht gegeben, wie die Süddeutsche Zeitung berichtete: Man werde auch solche Autos versichern, wird ein Allianz-Manager zitiert, aber das Risiko verlagere sich vom Fahrer hin zum Entwickler, also letztlich zum Autohersteller. Eine Risikobetrachtung, die den Autofirmen wohl gar nicht schmecken dürfte.

Ihr Klaus Oertel

Service

Ihre Ansprechpartnerin

Frau Kristin Großkopf
Tel.: +49 89 99830-111
Fax: +49 89 984809
abo-service@hanser.de


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Kurzcharakteristik
HANSER automotive

HANSER automotive ist die praxisorientierte Informationsquelle für alle Einsatzgebiete der Automobilelektronik. Die Leser sind namentlich bekannte Entwicklungs-, Projekt- und Applikationsingenieure mit direktem Produkt- und Beschaffungsinteresse sowie Führungskräfte, die sich einen Überblick über Produkte, Komponenten und Systeme verschaffen wollen. Die Zeitschrift berichtet deshalb in Form von Fachartikeln, Interviews und Kurzbeiträgen über Produkte, Systeme, Trends und das aktuelle Geschehen in der Kfz-Elektronik sowie über Produkte und Lösungen aus Branchen wie Telecom/Datacom, Consumer und Industrial, die für den Einsatz im Automobil geeignet sind. Darüber hinaus ergänzen Beiträge über Elektromobilität und Elektronik in Mobilen Maschinen das Informationsangebot.