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25.03.2019

Vollautonome Fahrfunktionen in drei Demonstrationsfahrzeugen integriert

Forschung und Entwicklung

Ein deutscher Forschungsverbund bestehend aus Forschungseinrichtungen, Hochschulen, IT-Unternehmen sowie Unternehmen aus dem Umfeld der Automobilindustrie hat eine seriennahe Fusionsplattform mit offenen Schnittstellen (Offene Fusions-Plattform, OFP) entwickelt. Sie soll Automobilherstellern und Zulieferern eine kostengünstige Integration von hoch- und vollautomatisierten Fahrerassistenzfunktionen für das automatisierte Fahren ermöglichen.

© OFP Projekt: DLR

© OFP Projekt: DLR

Die OFP wurde vom Verbundkoordinator Hella gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Elektrobit Automotive, Infineon Technologies AG, InnoSent, Hella Aglaia Mobile Vision, der Hochschule Reutlingen, der Geschäftsstelle Elektromobilität RWTH Aachen, Streetscooter Research und TWT GmbH Science and Innovation entwickelt. Zusätzlich unterstützten Continental und Nvidia als assoziierte Partner.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 4,4 Millionen Euro geförderte Projekt wurde mit der Integration erster vollautonomer Fahrfunktionen in drei Demonstrationsfahrzeugen nach knapp über drei Jahren abgeschlossen. Bei dem umgesetzten Szenario fährt ein Elektrofahrzeug vollautomatisiert eine freie Ladestation auf einem Parkplatz an und positioniert sich über der Ladeplatte. Nach dem abgeschlossenen Ladevorgang sucht es sich vollautomatisiert einen freien Parkplatz ohne Ladeplatte.

Technische Details

Als Input für die OFP dienten im Projekt vier Kameras und acht 77 GHz Radarsensoren, die jeweils 360° um das Fahrzeug herum abdecken. Ein zusätzliches Vehicle to X-Communication Modul (V2X-Modul) ermöglichte daneben die Kommunikation zwischen Fahrzeugen und externer Infrastruktur, etwa der Ladeplatte. Die Verbundpartner haben gemeinsam die Schnittstellenbeschreibungen der einzelnen Komponenten in einer frei verfügbaren „Interface Specification“ offengelegt. Noch während des Projektes wurde vom Forschungsverbund gemeinsam mit weiteren Automobilherstellern und Zulieferern ein ISO-Standardisierungsprozess für die Sensordatenschnittstellen gestartet.

Mit Beendigung des Projektes wird eine aktualisierte Schnittstellenbeschreibung veröffentlicht, die auch in den laufenden ISO-Prozess einfließen wird.

Hella Aglaia Mobile Vision hat mit dem Umgebungsmodell einen zentralen Bestandteil der OFP entwickelt. Über die Visualisierungsmöglichkeiten können Entwickler sehen, wie das Fahrzeug die gesamte Umgebung wahrnimmt und auf dieser Basis entscheiden, welche Sensordaten fusioniert werden sollen.

Die Arbeiten an der OFP gehen auch nach dem Projekt weiter. Zentrale Fragestellungen werden sein, wie sich die Sensordaten mit Machine Learning verarbeiten lassen, um die Funktionen zu verbessern und die Entwicklungsarbeit weiter zu beschleunigen. Auch soll das Parkplatz-Szenario um urbane Fahrsituationen bzw. bei über 20 km/h erweitert werden. Diese Szenarien erfordern ein Zusammenspiel mit weiteren Sensoren, z.B. LiDAR-Sensoren. Darüber hinaus wird bei der Weiterentwicklung die funktionale Sicherheit eine große Rolle spielen, um zu gewährleisten, dass sämtliche entwickelte Funktionalitäten ausfallsicher funktionieren.

zu Hella

Unternehmensinformation

HELLA GmbH & Co. KGaA

Rixbecker Str. 75
DE 59552 Lippstadt
Tel.: 02941 38-0
Fax: 02941 38-7133

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