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12.02.2020

Telefónica und DEKRA eröffnen Testzentrum für vernetztes Fahren

Forschung und Entwicklung

Der Telekommunikationsanbieter Telefónica hat zusammen mit der deutschen Prüfgesellschaft DEKRA ein Testzentrum für das vernetzte und autonome Fahren im spanischen Málaga eingeweiht. Auf dem Gelände testen die Unternehmen zusammen mit Kooperationspartnern aus der Automobil- und Technologiebranche moderne 5G-Lösungen und „Vehicle to Everything“ (V2X)-Fahrzeugtechnologien.

© Telefónica S.A.

© Telefónica S.A.

Das neue Referenzzentrum bietet ein 50.000 Quadratmeter großes Outdoor-Testfeld sowie ein Testlabor. Dort lässt sich die Nutzung verschiedenster 5G-Frequenzbänder für den internationalen Einsatz der Mobilitätslösungen erproben. Das Testlabor steht Automobilunternehmen, -zulieferern und Startups offen. Der DEKRA dient die Forschungsumgebung dazu, die Testtechnologien für die DEKRA-Teststrecken zu entwickeln, die dann der Automobil- und Mobilitätsindustrie für breit angelegte Versuche zur Verfügung stehen.

Outdoor-Gelände

Für eine möglichst umfassende Simulation von Anwendungsfällen und realen Verkehrsbedingungen stehen vor Ort verschiedene Straßen, Kreuzungen, unbefestigte Flächen, Leitbaken, Kreisverkehre und Tunnel zur Verfügung. Die gesamte Straßeninfrastruktur ist mit Sensoren ausgestattet, die eine mobile Kommunikation mit den eingesetzten Fahrzeugen ermöglichen. Darüber hinaus kommen weitere reale und digital simulierte Fahrzeuge zum Einsatz. Der Forschungsschwerpunkt von Telefónica und DEKRA liegt künftig auf Konnektivitätslösungen, Services für Bord-Entertainment und Fahrzeugnavigation sowie auf einer verbesserten Fahrzeugüberwachung und -wartung. Darüber hinaus geht es um Sicherheit und Unfallverhütung, Fahrassistenzsysteme sowie das autonome Fahren.

Testlabor für die Nutzung internationaler 5G-Frequenzen

In der Forschungsumgebung können Unternehmen die Kompatibilität ihrer Komponenten und Mobilfunkgeräte mit unterschiedlichen Frequenzbändern testen. Dadurch stellen sie sicher, dass ihre Mobilitätslösungen in verschiedenen Märkten – beispielsweise Spanien oder Deutschland – über die jeweils zur Verfügung stehenden Frequenzbänderfunktionieren. Damit kommen die Projektpartner auch dem länderübergreifenden vernetzten und autonomen Fahren einen Schritt näher. Das Testlabor ist mit zwei 5G-Antennen, Servern und einem Kamerasystem ausgestattet, um die Konnektivität von Bord- und Geo-Ortungsdiensten zu testen, große Datenmengen zu verarbeiten und eine Optimierung von Software- und Fahrzeugüberwachungsdiensten (Management CPD) vorzunehmen.

Testlabor steht Automobilherstellern, Zulieferern, Partnern und Startups offen

Das 5G Forschungs- und Entwicklungsgelände wurde in Zusammenarbeit mit dem Netzausrüster Ericsson mit Netztechnologie ausgestattet. Es steht sowohl Automobilunternehmen als auch Herstellern von Fahrzeugkomponenten, Geräten und Straßeninfrastruktur offen, um das vernetzte Fahren in Europa weiter voranzutreiben. In den vergangenen Wochen haben beispielsweise in einem sogenannten C-V2X PlugTest die internationale 5G Automotive Association und das Europäische Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) zusammen mit weiteren Anbietern die Interoperabilität verschiedener C-V2X-Lösungen und -Geräte getestet.

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