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10.05.2017

Neue Kameramatrix für automatisiertes Fahren

Nicht größer als ein 1-Cent-Stück soll sie werden: Eine neue, ultrakompakte und adaptive Kamera, die neben Bildern auch präzise Tiefeninformationen in Echtzeit liefert.

Entwurf der DAKARA Kameramatrix. © DFKI

Sie bietet als neuartiger Sensor vielfältige Anwendungsmöglichkeiten im Bereich des automatisierten Fahrens. Entwickelt wird das System im Projekt "DAKARA" - Design und Anwendung einer ultrakompakten, energieeffizienten und konfigurierbaren Kameramatrix zur räumlichen Analyse. Im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt arbeiten fünf Partner aus Industrie und Forschung zusammen.

Die Kameramatrix besteht aus sechzehn quadratisch angeordneten Einzelkameras, die zusammen nicht nur als Bildgeber, sondern auch als Entfernungsmesser fungieren. Sie sind auf einem Wafer angeordnet. Der Aufbau als Kameramatrix erfasst die Szene aus sechzehn leicht versetzten Perspektiven, um die Szenengeometrie (ein Tiefenbild) mit dem Lichtfeldprinzip zu berechnen. Da solche Berechnungen sehr rechenintensiv sind, wird ein effizienter Prozessor direkt in die Peripherie der Kameramatrix eingebettet, um Echtzeitanwendungen zu ermöglichen.

Die Algorithmen für die Tiefenbildberechnungen entwickelt der Forschungsbereich Augmented Vision (AV) am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern. Sie sollen ressourcenschonend und in Echtzeit direkt im Kamerasystem durchgeführt werden. Außerdem sollen auf dem eingebetteten Chip verschiedene Anwendungen zur Weiterverarbeitung der generierten Bilddaten laufen. Die neuartige Kameratechnologie stammt von der ams Sensors Germany GmbH. In den nächsten drei Jahren soll die neue Kameramatrix entworfen, entwickelt und ausgiebig getestet werden. Ein erster Prototyp soll bis Spätsommer 2018 realisiert werden.

www.dfki.de

Unternehmensinformation

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH DFKI

Trippstadter Straße 122
DE 67663 Kaiserslautern

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