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12.12.2016

Messtechnikbranche im Umbruch

Eins steht für Rahman Jamal unverrückbar fest: Die Messtechnikbranche befindet sich mitten in einem massivem Umbruch. Umfangreiche Testszenarien, wie sie aktuelle und künftige komplexe und sicherheitsrelevante Anwendungen erfordern, lassen sich nach Überzeugung des Global Technology & Marketing Directors von National Instruments nicht mehr mit geschlossenen Messsystemen bewältigen. Die Lösung? Offene Plattformen wie PXI in Kombination mit softwaredefinierten Funktionen – im Falle von PXI programmiert mit LabView.

Rahman Jamal, Global Technology & Marketing Directors bei National Instruments: „Der softwarezentrische Plattformansatz ist für die Messtechnikbranche eine disruptive Technologie. Sie wird für klassische Messgeräteproduzenten ähnlich gravierende Folge haben wie das Smartphone für Kamera- oder Navigationsgerätehersteller.“ (Bild: Rossmann/B2B Kommunikation)

Der Messtechnikexperte Rahman Jamal zog anlässlich seiner Keynote zum VIP Kongress 2016 einen direkten Vergleich mit Apple: Das Unternehmen habe gezeigt, was eine programmierbare Plattform mit einem umfassenden Ecosystem zu leisten im Stande sei und welche Auswirkungen dies auf Hersteller dedizierter Geräte wie Digitalkameras oder Navigationsgeräte gehabt habe. Warum Smartphones sich so schnell durchsetzen konnten liegt auf der Hand: Tausende Programmierer – kommerzielle und private – bringen seit der Verfügbarkeit der Hardwareplattformen laufend Apps auf den Markt und erweitern so die Funktionalität und das Einsatzspektrum der Smartphones via Software fast exponentiell. Die ehemaligen Branchenprimusse konnten mit wesentlich kleineren Software-Teams nichts Vergleichbares entgegenhalten und wurden an den Rand des Geschehens gedrängt.


Ähnliches steht nach Ansicht von Rahman Jamal nun den klassischen Messtechnikherstellern bevor. Die Rolle von Apple hofft National Instruments (NI) einzunehmen. Als programmierbare Plattformen bietet das Unternehmen Systeme wie PXI und CompactRio. Ein Partnernetzwerk, hinter dem mehr Leute stehen, als alle Messtechnik- und Testfirmen weltweit zusammen beschäftigen, sorgt für ein rasant wachsendes Ecosystem. Dieses Paket hat wohl das Potenzial, als disruptive Technologie den Markt durchzurütteln. Das legen auch Beispiele aus der Praxis nahe, die das amerikanische Messtechnikunternehmen nicht ohne gewisses Pathos auf dem VIP Kongress 2016 präsentiert hat. Darunter ein Radarzielgenerator, der von Konrad Technologies für Audi entwickelt wurde, um Hardware-in-the-Loop-Simulationen von Radarsensoren für Fahrerassistenzsysteme durchführen zu können.

Herzstück des Radarzielgenerators ist ein PXI-Vektorsignal-Generator (VST), den der Alliance Partner von NI mit Auf- und Abwärtsreglern (76 bis 82 GHz) kombiniert hat. Teil des VST ist ein FPGA, das mit LabView programmiert wurde und auf dem Signalverarbeitungsverfahren wie Dopplerverschiebung und Zeitverzögerungen Hardware-beschleunigt laufen, um die Radarreflexionen realer Objekte in Echtzeit zu simulieren. Seit gut einem Jahr setzt Audi den Radarzielgenerator mittlerweile für Tests ein, wie sie z.B. AISL D vorschreibt, und kann so Testszenarien im Labor innerhalb von 15 Tagen durchspielen, die sonst mehr als 10 Jahre Fahrversuche (10 Mio. Kilometer) erfordern würden. Die Daten für die Simulation hat Audi mit einer Analyse typischer Fahrszenen auf Deutschlands Straßen ermittelt. Sie ergab, dass alle Einzelfahrten aus einer zufälligen Kombination aus kommenden und zurückfallenden Objekten, Überholvorgängen sowie einer Reihe an statischen Objekten zusammengesetzt sind. Jüngst hat Konrad Technologies den Radarzielgenerator auf den brandneuen VST PXIe-5840 umgestellt.

Der VST der zweiten Generation erlaubt dank einer Bandbreite von 1 GHz, die damit fünfmal so groß ist wie beim Vorgängermodell, eine noch präzisere Simulation der Objektabstände. Neben Radaranwendungen eignet sich der VST für ein großes Spektrum an Design- und Testaufgaben, darunter das Testen von 802.11 ac/ax- und Mobilfunk- sowie IoT-Geräten, die Entwicklung und den Test von 5G-Technologien oder RFIC-Tests. Auch für die noch umfangreicheren Prüfaufgaben, wie sie die Sensorfusion mit sich bringt, sieht sich der Geschäftsführer von Konrad Technologies, Michael Konrad, bestens gerüstet: „Autonomes Fahren setzt zukünftig die gleichzeitige Auswertung von mehreren Sensoren voraus. PXI und LabView sind die optimale Wahl für den Test solcher Systeme, weil sie die erforderliche Schnittstellenunterstützung, Synchronisationsfähigkeit und Auswahl an Instrumenten von DC bis RF bieten.“ (jr/oe)

Unternehmensinformation

National Instruments Germany GmbH

Ganghoferstr. 70 b
DE 80339 München
Tel.: 089 7413130
Fax: 089 7146035

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