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19.08.2020

Intelligente Radartechnik von Aptiv macht Radfahren sicherer

Sicherheit im Straßenverkehr

Das E-Bike ermöglicht es immer mehr Menschen vom Auto aufs E-Bike umzusteigen. Die Verkehrsinfrastruktur und die Straßenführungen sind aber für multimodalen Verkehr mit einem immer höheren Anteil zügig fahrender Zweirädern noch gar nicht vorbereitet. Aptiv-Ingenieure kamen deshalb auf die Idee, Zweiräder mit Sicherheitsfeatures aufzurüsten, die man bislang nur aus dem Auto kennt.

E-Bikes haben die notwendige Energie an Bord, um Sensoren und Minicomputer dauerhaft zu betreiben. Im Rahmen eines schwedischen Forschungsprojektes wurden die Ideen zusammen mit weiteren Projektbeteiligten umgesetzt und es entstanden zwei E-Bike-Prototypen.

  • Was die E-Bike-Prototypen auszeichnet. © Aptiv

    Was die E-Bike-Prototypen auszeichnet. © Aptiv

  • E-Bikes können Minicomputer dauerhaft betreiben. © Aptiv

    E-Bikes können Minicomputer dauerhaft betreiben. © Aptiv

  • LED-Leuchten vorne und hinten am Bike wareten entgegenkommende Fahrzeuge. © Aptiv

    LED-Leuchten vorne und hinten am Bike wareten entgegenkommende Fahrzeuge. © Aptiv

  • Idee der Studenten: das Computersystem über Wi-Fi mit einem Android-Telefon zu verbinden. © Aptiv

    Idee der Studenten: das Computersystem über Wi-Fi mit einem Android-Telefon zu verbinden. © Aptiv

  • Radartechnologie und technisches Know-how von Aptiv flossen in das Projekt ein. © Aptiv

    Radartechnologie und technisches Know-how von Aptiv flossen in das Projekt ein. © Aptiv

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Zwei leichte Aptiv-Radargeräte sind direkt unter dem Sitz nach hinten gerichtet montiert. Zwei weitere Geräte befinden sich direkt unter dem Lenker, nach vorne gerichtet. Dies ermöglicht eine 360-Grad-Ansicht von Objekten, die das E-Bike umgeben.

Ein kleiner Computer in einem speziell entworfenen Gehäuse ist vertikal in dem dreieckigen Raum unter der Querstange montiert. Gyroskope und Beschleunigungsmesser sind in der Nähe des Vorderrads angebracht, um dem Computer zusätzliche Daten zu Faktoren wie Geschwindigkeit, Gieren und Rollen zu liefern. Ein System von Mikrocontrollern und USB-Kabeln verbindet den Computer mit dem Rest der Ausrüstung.

Das E-Bike ist mit einem haptischen Motor ausgestattet, der zu vibrieren beginnt und den Zweiradlenker vor einer gefährlichen Fahrzeugannäherung warnt. Das System kann sogar entweder nur den linken oder nur den rechten Lenker vibrieren lassen, um dem Fahrer mitzuteilen, von welcher Seite die Gefahr ausgehen könnte. Aber auch der Fahrzeugführer des sich nähernden Fahrzeuges wird gewarnt, denn bei einer gefährlichen Annäherung werden helle LED-Leuchten an der Vorder- und Rückseite des Fahrrads aktiviert und warnen den Lenker des sich nähernden Fahrzeuges, dass er einem Zweirad gefährlich nahe kommt.

Sebra-Forschungsprojekt: Mehr Sicherheit für Radfahrer

Das Forschungsprojekt Partnerschaft Sensor for Bicyclists' Improved Awareness (Sebra) wird von der Schwedschen Regierung gefördert. Beteiligt sind neben Aptiv-Ingenieuren u.a. auch das Schwedische Forschungsinstitut Rise und Liri, ein E-Bike-Start-up.

Sebra hat es sich zur Aufgabe gemacht, die wichtigsten verkehrssicherheitsrelevanten Anwendungsfälle zu identifizieren, in die Fahrräder involviert sind. Im zweiten Schritt wurde dann ein radarbasiertes Sicherheitssystem für Fahrräder entwickelt, das sowohl Sensoren als auch eine menschliche Schnittstelle umfasst. Schließlich wird das System in relevanten Verkehrssituationen evaluiert.
Folgende Fragen werden untersucht:

  • Welche Sicherheitsfragen können durch ein radarbasiertes Sicherheitssystem auf Fahrrädern gelöst werden?
  • Welche Leistungsanforderungen (Sichtfeld, Rechenleistung, Stromverbrauch, etc.) sollte ein solches System erfüllen?
  • Wie sollte die Interaktion mit den Radfahrern gestaltet werden, um ein hohes Maß an Sicherheit und Benutzererfahrung zu gewährleisten?

Forschungsprojekt Sebra
Aptiv

Unternehmensinformation

Aptiv Services Deutschland GmbH

Am Technologiepark 1
DE 42119 Wuppertal

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