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22.02.2016

Deutschland baut Mikroelektronik aus

Die Bundesregierung hat das neue Rahmenprogramm "Mikroelektronik aus Deutschland - Innovationstreiber der Digitalisierung" beschlossen. Es soll die forschungsintensive Mikroelektronik als deutsche Schlüsseltechnologie und wichtigen Industriezweig stärken.

Das Programm unterstützt insbesondere die Entwicklung von Industrie 4.0, von Elektromobilität und automatisiertem Fahren, einer nachhaltigen und effizienten Energieversorgung sowie intelligenter Medizintechnik. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert das Programm bis zum Jahr 2020 mit rund 400 Millionen Euro.

"Die Mikroelektronik ist entscheidend für die gesellschaftliche Entwicklung: Kein Computer, kein Auto, keine Industrieproduktion, kein Personalausweis kommt heute ohne diese Technologie aus. Daher brauchen wir mehr Innovationen und Arbeitsplätze in der digitalen Wirtschaft. Genau das wollen wir mit unserer neuen Initiative erreichen und unsere digitale Souveränität stärken", sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka nach dem Kabinettsbeschluss in Berlin.

Deutschland ist zentral auf Innovationen aus der Mikroelektronik angewiesen. Gerade für Branchen wie Auto- und Maschinenbau ist eine leistungsfähige Mikroelektronik wichtige Grundlage für eigene Entwicklungen und zukunftsweisende Produktion. Innovationen und Forschungsergebnisse aus der Mikroelektronik fördern rund 10 Prozent des europäischen Bruttoinlandsproduktes.

Das neue Programm verbindet Forschung und Wirtschaft noch enger, um eine schnelle Anwendung der Forschungsergebnisse zu ermöglichen. Zudem wird die Technologiekompetenz durch Nachwuchsförderung ausgebaut, etwa durch einen stärkeren Bezug zur industriellen Praxis in der akademischen Bildung.

Mit dem Programm berücksichtigt die Bundesregierung weiterhin die besondere Stellung von kleinen und mittleren Unternehmen in der Mikroelektronik. Viele KMU sind auf Spezialgebieten wie der Sensorik, Antriebs-, Aufbau- und Verbindungstechnik oder der Systemintegration schon heute Marktführer. Ihre Expertise soll gestärkt werden, dass Deutschland seine Stellung als führender Technologiestandort insbesondere in der Industrieautomatisierung und der Medizintechnik ausbauen kann.

Ohne moderne Mikroelektronik können große gesellschaftliche Herausforderungen wie Energiewende und Elektromobilität nicht bewältigt werden. Deutschland als Hightech-Standort kann hier Vorbild sein. So beinhalten drei von vier Smartphones weltweit Sensoren aus Deutschland.

Nach Schätzungen werden im Jahr 2020 etwa 20 Milliarden Geräte in der Lage sein, Umweltdaten zu messen und untereinander austauschen. Zu erforschen, wie zukünftige Elektronik weniger Strom verbraucht, ist gleichzeitig ein Beitrag zum Klimaschutz. Das Rahmenprogramm ist Teil der Digitalen Agenda und neuen Hightech-Strategie, mit der die Bundesregierung aus Ideen Innovationen macht und Verbindungen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft knüpft.

Unternehmensinformation

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Pressereferat

Hannoversche Straße 28-30
DE 10115 Berlin

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