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22.02.2019

Continental und Vodafone: Ergebnisse der Entwicklungskooperation

Kommunikation

Continental und Vodafone testen ‚5G Ready‘ unter Realbedingungen im 5G Mobility Lab von Vodafone in Aldenhoven. Die Kooperationspartner haben jetzt gemeldet, dass ein erster Serienanlauf basierend auf diesen Technologien für den Anfang der 2020er Jahre geplant ist. Damit soll auf vielfältige Art und Weise die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht werden.

Durch Vernetzung der Fahrzeuge untereinander und mit ihrer Umwelt über Kommunikationstechnologien wie 5G, C-V2X und Mobile Edge Computing können eine große Anzahl von Verkehrsteilnehmern gleichzeitig miteinander kommunizieren. Dies soll die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen.

5G ermöglicht Bandbreiten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde und damit beispielsweise Video-Streaming in Echtzeit. Die Mobilfunktechnologie C-V2X schöpft mit einer Kombination aus direkter und netzbasierter Kommunikation zwischen Fahrzeugen, Infrastruktur und schwächeren Verkehrsteilnehmern das Potenzial vernetzter und intelligenter Mobilität aus.

V2X: Digitales Schutzschild für Fußgänger und Radfahrer

Zu den von Vodafone und Continental erforschten Anwendungsszenarien zählt der digitale Schutzschild. Hierbei sind die Verkehrsteilnehmer mit einem Kommunikationsmodul ausgestattet. Fahrradfahrer und Fußgänger beispielsweise mit einem Smartphone. Autos mit einem speziellen V2X-Modul. Über eine Basisstation des Mobilfunknetzes tauschen die Verkehrsteilnehmer ihre Position und Fahrtrichtung aus. Stellt das System fest, dass sich die Wege gefährlich kreuzen, wird gewarnt. Dieses System ist auch in der Lage, Fahrradfahrer vor Rechtsabbiegern und so vor gefährlichen Unfällen zu schützen.

Ebenfalls für mehr Schutz von Fußgängern und Radfahrern sorgen im Fahrzeug eingebaute Kameras und künstliche Intelligenz auf der Netzwerkseite (Mobile Edge Computing), welche die Intentionen von Fußgängern und Fahrradfahrern erkennen. So kann beispielsweise ein Kind, das plötzlich einem Ball hinterher auf die Straße läuft, erkannt werden. Die anfallenden Daten erfordern neben einer intelligenten Auswertung, auch eine blitzschnelle Datenübertragung im Millisekunden-Bereich. Dies gelingt durch die Kombination von 5G-Technologie mit Mobile Edge Computing. Winzige 5G-Rechenzentren mit extrem kurzen Zugriffszeiten in der Nähe der Mobilfunkmasten erlauben eine Analyse nahezu in Echtzeit mit Hilfe künstlicher Intelligenz. Handelt es sich tatsächlich um eine gefährliche Situation, werden das erfassende Fahrzeug, aber auch andere Verkehrsteilnehmer in der Nähe gewarnt.

Mobile Edge Computing entlastet die Rechenkapazitäten im Fahrzeug und in den übergeordneten Rechenzentren. Es spart zudem Chipsets im Fahrzeug. Die Partner haben dieses System im 5G Mobility Lab getestet und die Resultate sind nach deren Angaben vielversprechend. © Vodafone

Mobile Edge Computing entlastet die Rechenkapazitäten im Fahrzeug und in den übergeordneten Rechenzentren. Es spart zudem Chipsets im Fahrzeug. Die Partner haben dieses System im 5G Mobility Lab getestet und die Resultate sind nach deren Angaben vielversprechend. © Vodafone

Der Blick durch das vorfahrende Fahrzeug hindurch

Die Tests bestätigen, dass sich die neuen Kommunikationstechnologien auch nutzen lassen, um Sichtbehinderungen im Straßenverkehr transparent zu machen. Das System nutzt die Kamera-Aufnahmen eines vorausfahrenden Fahrzeugs, um den nachfolgenden Fahrzeugen beispielsweise vor einem Überholmanöver auf der Landstraße zu zeigen, ob es Gegenverkehr gibt.

Sicherheit am Stauende

Ein weiterer Anwendungsfall, den Continental und Vodafone in Barcelona vorstellen, ist eine Stauende-Warnung. Dabei werden Fahrzeuge, die sich auf das Stauende zubewegen, schon lange vor Erreichen der Sichtgrenze auf das Hindernis hingewiesen. So kann frühzeitig die Geschwindigkeit reduziert werden, wodurch sich gefährliche Notbremsungen verhindern lassen.

Zusammenspiel von LTE, 5G, Kameras und Sensoren

Viele dieser von Vodafone und Continental erprobten Funktionen lassen sich bereits mit dem bestehenden LTE-Netz umsetzen, das durch vorgesehene Erweiterungen höhere Datenübertragungsraten erlaubt. Die Entwickler sprechen hierbei von LTE-Advanced oder 4.5G und bezeichnen ihre Lösungen als ‚5G-Ready‘. Zukünftig sollen sich im Straßenverkehr LTE- und 5G-Technologien bestmöglich ergänzen, um die zeitkritische Kommunikation zwischen Fahrzeugen zu ermöglichen.

zu Vodafone

Unternehmensinformation

Vodafone GmbH

Ferdinand-Braun-Platz 1
DE 40549 Düsseldorf

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