Leoni zeigt auf der IAA Nutzfahrzeuge ein neues System zur Abstandsmessung. Es beruht auf einem berührungslosen Umgebungssensor, der zum Beispiel in Stoßstangen oder Seitenteilen integriert werden kann. Im Gegensatz zu den Ultraschallsensoren, die derzeit als Einparkhilfe verwendet werden, ist das neu entwickelte System von außen nicht zu erkennen. Die verwendete Sensorik auf Basis eines elektrischen Feldes ermöglicht es, Gegenstände oder Personen bereits in einem Abstand von 150 cm zu orten. Fahrer von Lkw können mit dieser Technologie den toten Winkel ihrer Fahrzeuge zusätzlich sichern. Ferner hat das Unternehmen Lösungen für die Verkabelung von Komponenten in Fahrzeugen mit elektrischem Antrieb gezeigt. So sind zum Beispiel zur Verbindung der Leistungselektronik mit dem Motor und der Batterie geschirmte Leitungen mit hoher Spannungsfestigkeit notwendig, um die erforderlichen hohen Leistungen übertragen zu können.
Da die neuen Antriebskonzepte künftig auch in Nutzfahrzeugen verstärkt zum Einsatz kommen, hat Leoni seine bereits in Serie befindlichen Konzepte und Systeme weiter entwickelt. Auf dem Stand wurden verschiedene Hochvolt-Komponenten wie Kabel, Steckverbinder und Stromverteiler ausgestellt. Diese Produkte können flexibel an kundenspezifische Anforderungen im Bordnetz-Bereich der Hybridfahrzeuge angepasst werden. Schließlich informiert Leoni auf dem Messestand auch über formstabile Kabelsätze zur platz- und zeitsparenden Verkabelung von Motor, Getriebe und Kabine. Ein ausgestellter Teilmotor veranschaulichte, wie mit einer ausgefeilten Technologie absolut dichte Kabeldurchführungen angeschäumt werden können. Diese weisen die sonst üblichen Trennstellen nicht auf, was zu einer kostengünstigeren Produktion führt und potenzielle Fehlerquellen reduziert. Des Weiteren zeigt Leoni verschiedene Leistungsverteiler in unterschiedlichen Technologien sowie die Leoni Multifuse, eine innovative Hochstromsicherung. (oe)
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