Die elektronischen Sicherheitsassistenten – wie Airbag, ABS, ESP oder Abstandsregler – rücken künftig insgesamt noch stärker in den Fokus der Hauptuntersuchung. Mit einem so genannten HU-Adapter, mit dem die Sachverständigen an die OBD-Schnittstelle (On Board Diagnose) des Fahrzeugs andocken, können sie erkennen, ob die Sicherheitsassistenten auch wirklich sicher funktionieren. Diese Prüfung wird jedoch erst schrittweise ab 2013 für ab Juli neu zugelassene Fahrzeuge eingeführt.
Neu im HU-Programm ist eine Probefahrt. Sie steht zukünftig am Beginn einer jeden HU. Bei der kurzen Tour mit mindestens acht Stundenkilometern werden die elektronischen Systeme aktiviert und konditioniert. Ab Juli arbeiten alle Prüforganisationen bundesweit mit einem einheitlichen Mangelbaum.
Die praktische Folge für den Autofahrer: Im Prüfbericht gibt es zu festgestellten Mängeln nun eine eindeutige Beschreibung, wo der Mangel festgestellt wurde. Was sich konkret für die Autofahrer ändert, darüber klärt TÜV SÜD unter anderem in einem Film auf, der im Internet angesehen werden kann. (oe)