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TÜV SÜD und E.ON testen induktive Stromtankstelle 14-07-10
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Zukünftig soll hier auch induktiv aufgeladen werden: E-Tankstelle von TÜV SÜD und E.ON in Starnberg.

TÜV SÜD und E.ON kooperieren künftig eng bei der Erprobung und Weiterentwicklung von Ladesystemen für die Elektromobilität. Vorrangige Ziele sind das Erarbeiten von Sicherheitsstandards und die schnelle Serienreife eines breiten Spektrums benutzerfreundlicher Stromtankstellen. Das gaben Dr. Axel Stepken, Vorstandsvorsitzender von TÜV SÜD, und Dr. Dierk Paskert, Mitglied des Vorstandes der E.ON Energie AG, anlässlich der Wiedereröffnung des modernisierten TÜV SÜD Service-Centers in Starnberg in der vergangenen Woche bekannt. Dabei wurde neben der Inbetriebnahme einer kabelgebundenen Stromtankstelle zudem der Testbetrieb einer kabellosen induktiven Ladestation vereinbart.

 

Größter Vorteil der kabellosen Induktionstechnologie ist die Benutzerfreundlichkeit. Beim Tanken ohne Kabel wird die Batterie berührungsfrei aufgeladen. Bei der in Starnberg vorgestellten Ladestation fließt der Strom über eine Matte, in der sich eine Induktionsspule befindet. Die Empfängerspule ist am Fahrzeugboden angebracht. Fährt das Elektroauto auf die etwa anderthalb Quadratmeter große Matte, wird es automatisch aufgeladen, nachdem das Fahrzeug über eine ebenfalls kabellose Verbindung identifiziert wurde. Bei diesem System entfällt das Hantieren mit Stecker und Steckdose. Die einfache und flexible Bedienung macht die Induktionstechnologie auch für den heimischen Gebrauch interessant.

 

Geklärt werden sollen offene Fragen der Technologie, die Induktions-Ladestation wird daher zunächst für circa drei Monate ausschließlich den TÜV SÜD-Experten für Praxistests zur Verfügung stehen. Fragestellungen sind: die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV), denn beim kabellosen Laden entsteht ein starkes Magnetfeld. Was passiert mit dem Mobiltelefon, wenn das Auto auf der „Ladematte" steht? Wird der Ladevorgang sofort unterbrochen, wenn einmal Menschen oder Tiere zwischen Auto und Ladematte geraten?

 

„Mit dem TÜV SÜD als Partner werden wir dazu einen hohen Sicherheitsstandard entwickeln", betonte Dr. Dierk Paskert. TÜV SÜD wiederum kann durch die auf mehrere Monate angelegte Testreihe in Starnberg praktische Erfahrungen über Funktionsweise, mögliche Risiken und notwendige Absicherungen induktiver Ladesysteme gewinnen, die dann wiederum in einen entsprechenden Prüfkatalog einfließen sollen.

 

Für den Strom sorgt unter anderem eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des neuen Service-Centers, die Sonnenenergie ins Stromnetz einspeist. Die 165 Quadratmeter große Anlage bringt eine Energieausbeute von 10.800 Kilowattstunden pro Jahr. Damit können zunächst – rein rechnerisch – zwei E-Fahrzeuge pro Jahr je 11.000 Kilometer zurücklegen. (

 

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