Anfang 2009 wurde das New Car Assessment Program (NCAP) um aktive Sicherheitssysteme erweitert. Die US-Behörde National Highways Traffic Safety Administration (NHTSA) ergänzte das NCAP um die Bewertungen von Kollisionswarnung, Elektronische Stabilitätskontrolle und Spurverlassenswarnung.
TRW Automotive stellt passend dazu seine vorausschauende Kollisionswarnung vor. Das Fahrerassistenzsystem basiert auf Videokamera- oder Radartechnologie und erfüllt verschiedenste Kunden- und Marktansprüche. Die kamerabasierte Kollisionswarnung bietet kleinstes Packaging und kann einfach zur Spurverlassenswarnung aufgerüstet werden. Das kostengünstige Radarsystem hingegen kann zur Adaptiven Geschwindigkeitskontrolle erweitert werden und ermöglicht die Einführung der Technologie für ein breites Fahrzeugspektrum.
Vorausschauende Kollisionswarnsysteme sollen Autofahrer vor einer drohenden Kollision mit einem zweiten Fahrzeug oder einem stehenden Objekt warnen. Bei einem bevorstehenden Aufprall wird der Autofahrer durch ein akustisches oder visuelles Signal, einen Bremsimpuls und/oder Straffen des Sicherheitsgurtes durch den Gurtstraffer gewarnt.
"In vielen Fällen reagieren Fahrer gar nicht, zu spät oder nicht effektiv genug auf eine bevorstehende Kollision. Indem der Fahrer rechtzeitig gewarnt wird, können Unfälle verhindert oder zumindest die Aufprallgeschwindigkeit reduziert werden. Auf diese Weise können passive Sicherheitssysteme Fahrzeuginsassen besser schützen", erklärte Peter Lake, Executive Vice President, Sales and Business Development.
Das kamerabasierte System verwendet eine monokulare Videokamera, die Objekte erkennt. Die Kamera ist an der Windschutzscheibe hinter dem Rückspiegel angebracht und warnt den Fahrer optisch und/oder akustisch über das Kombiinstrument im Fall einer bevorstehenden Kollision.
Fahrzeughersteller können frei zwischen verschiedenen Warnmöglichkeiten wählen. Das radarbasierte System verwendet einen kostengünstigen 24-GHz Radarsensor. Die Integration des Radarsensors kann in einem großen Bereich der Fahrzeugfront erfolgen. Weiterhin ist auch der unsichtbare Einbau hinter einer Abdeckung möglich. Durch direkte Messung von Abstand und relativer Geschwindigkeit wird eine besonders schnelle Erkennung kritischer Situationen erreicht.
Ein Vorteil der radarbasierten Kollisionswarnung ist die Unempfindlichkeit gegenüber Wetter- und Lichtbedingungen, während die kameragestützte Kollisionswarnung durch niedrig stehende Sonne, starken Regen oder Schnee beeinträchtigt werden kann. Lake erläuterte: "Unsere vorausschauende Kollisionswarnung ist eine kostengünstige Lösung für ein breites Fahrzeugspektrum. Die Systeme sind vergleichsweise leicht zu installieren und arbeiten mit nur einem einzelnen Radar- oder Kamerasensor. Dieser kann durch Nutzung weiterer Informationen über die Vernetzung mit anderen Bussystemen und Sensoren wie beispielsweise zur Messung von Giergeschwindigkeit, Raddrehzahlen, Lenkwinkel und Gaspedalposition die häufigsten Unfallursachen vorhersehen."