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Verbesserungen bei Packaging und Gewicht: Der Gurtstraffer SPR4. (Bild: TRW)
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Der so genannte „Snake Pretensioner Retractor“ (SPR4) verwendet einen schlangenförmigen Kunststoffkolben anstelle von metallischen Komponenten, wie sie bei herkömmlichen Systemen zum Einsatz kommen. Das Design des SPR4 basiert auf der bewährten Aufrollertechnologie ESA 4.0 (Einseitig Sperrender Aufroller) von TRW. Diese kommt seit 2001 bei zahlreichen weltweiten Fahrzeugplattformen zum Einsatz. Der neue SPR4 wurde in Alfdorf (bei Stuttgart) entwickelt und wird 2013 in Serie gehen.
Sobald die Fahrzeugsensoren das Sicherheitsgurtsystem aktivieren, wird ein pyrotechnischer Gasgenerator gezündet, der Grüngas freisetzt. Dieses breitet sich im Führungsrohr aus und erzeugt Druck, der auf den schlangenförmigen Kunststoffkolben wirkt, so dass dieser anstelle der üblicherweise eingesetzten Stahlkugeln kraftvoll über ein Antriebszahnrad geführt wird. Dabei überträgt der Kolben das notwendige Drehmoment auf die Aufrollerachse und strafft den Gurt. Der gesamte Vorgang dauert lediglich 10 Millisekunden.
Durch das geringe Gewicht des Kunststoffkolbens kann das Straffmoment schneller als bei herkömmlichen Systemen erzeugt werden. Darüber hinaus bewirkt das Dämpfungsverhalten der Kunstoffschlange, dass die Belastung beim Aufprall auf das Zahnrad wesentlich geringer ausfällt als bei konventionellen Gurtstraffern, bei denen zwei steife Metallflächen aufeinandertreffen. Daraus resultiert wiederum eine niedrigere Bauteilbelastung. Zudem ist das verwendete Grüngas unempfindlich gegenüber Schwankungen der Umgebungstemperatur, so dass der SPR4 bei unterschiedlichsten Bedingungen zuverlässig arbeitet.
Zusätzlich bietet das neue SPR4-Konzept Fahrzeugherstellern größere Freiheiten beim Packaging. Der Gurtstraffer besteht aus nur vier Hauptkomponenten: Kolben, Gasgenerator, Strafferrohr und Antriebszahnrad. Um den Bauraum zu minimieren, wird das Strafferrohr entlang der Außenkontur des Aufrollers gebogen, ohne dabei den Gurtbandauszug einzuschränken. (la)