Turck duotec bietet einen teilbaren Drucksensor für die Medizintechnik an. Der Druck in medizinischen Schlauchsystemen wird z.B. bei der Infusion klassisch durch die Schlauchwand gemessen. Der der Vorteil dieser Methode besteht in der konsequenten Trennung des Mediums im Schlauch vom Sensor. Der Nachteil eines solchen Messverfahrens ist eine vergleichsweise ungenaue Messung, da die Kunststoffschläuche ein gewisses Eigenleben haben, das zum Beispiel zu temperaturabhängigen Kriecheffekten und Offsetproblemen führt.
Der teilbare Drucksensor soll die Messgenauigkeit verbessern bei beibehaltener Medientrennung. Der Drucksensor besteht aus zwei trennbaren Komponenten, wobei die erste das eigentliche Sensorelement enthält. Dieser Sensorteil wird mit 3,3V versorgt und liefert ein I²C-Signal für Druck und Temperatur. Das Sensorelement kann je nach Anforderung voll über die Temperatur kalibriert werden. Messbereich, Stecker und Kabel werden kundenspezifisch angepasst.
Die zweite Komponente stellt einen abtrennbaren Strömungskanal dar, der über eine Membran an das Sensorelement angekoppelt ist. Mit diesem Ansatz wird der undefinierte Schlauch durch eine definierte Membran ersetzt, was die Messgenauigkeit deutlich verbessert. Der Strömungskanal ist ein kostengünstiges Spritzteil, das an beliebige Schlauchsysteme angeschlossen werden kann.
Zudem kann über die kundenspezifische Formgebung und Auswahl des Kunststoffs eine große Palette von Flüssigkeiten und Gasen appliziert werden. Der Strömungskanal kann darüber hinaus desinfiziert, sterilisiert oder aber mit dem Einwegschlauch entsorgt werden, da er vom Sensorelement abgetrennt werden kann.
Der Vorteil dieser Trennung wird deutlich, wenn in der Applikation der Strömungskanal durch Medienkontakt verunreinigt wird, z.B. beim Abfüllen von Lebensmitteln, beim Transport von Infusionslösungen oder bei der Inhalation. Dann kann dieser unabhängig vom eigentlichen Sensorelement gereinigt oder entsorgt werden.
Ein weiterer Vorteil ist auch die mögliche Beständigkeit gegen aggressive Substanzen. Der Kanal müsste dann z.B. aus hoch fluorierten Kunststoffen gespritzt werden, die eine optimale Temperatur- und Medienbeständigkeit aufweisen.