Atmel hat die Verfügbarkeit einer neuen System-in-Package-(SiP)-Lösung für LIN-Netzwerk-Anwendungen bekannt gegeben. Der ATA6617 kombiniert Atmels LIN-System-Basis-Chip (SBC) ATA6624 – einschließlich LIN-Transceiver, Spannungsregler, Watchdog – und einen Mikrocontroller aus Atmels AVR-Familie (ATtiny167 mit 16k Flash-Speicher) in einem einzigen Gehäuse. Damit lassen sich komplette LIN-Knoten mit nur einem IC aufbauen. Ein LIN-UART mit integrierten Hardware-Routinen vereinfacht die Handhabung des Protokoll-Stacks und benötigt deutlich weniger-Flash-Speicher.
Die Anzahl der nötigen Interrupts ist auf ein Minimum begrenzt, wodurch sich die Belastung des Mikrocontrollers durch das LIN-Protokoll-Handling wesentlich verringert. Eine individuelle durch die Hardware festgelegte physikalische LIN-Knoten-Adresse, wie sie in manchen Anwendungen (z. B. Klimaanlagen) wünschenswert ist, lässt sich durch Verwendung der integrierten 100-Mikroampere-Stromquelle einfach zuweisen. Um sicherzustellen, dass in Applikationen, die permanent an die Fahrzeugbatterie angeschlossen sind, der Stromverbrauch eines LIN-Knotens deutlich geringer als 100 Mikroampere ist, verfügt der ATA6617 über mehrere Stromspar-Betriebsarten.
Alle Pins sind nach außen verbunden, so dass Kunden dieselbe Flexibilität und Leistungsfähigkeit für ihre Anwendungen haben wie bei diskreten Bauelementen. Muster sind ab sofort verfügbar. Ein Entwicklungs-Board ermöglicht sowohl einen schnellen Start mit dem IC als auch den Aufbau von Prototypen und das Testen neuer Designs. Zertifizierte LIN 2.0- und 2.1-Protokoll-Stacks von führenden Herstellern stehen ebenfalls zur Verfügung. (oe)