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Strom aus der Straße 18-09-09
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In die Fahrbahn versenkte, elektrische Leiter erzeugen ein Magnetfeld. das berührungsfrei in einen Aufnehmer an der Unterseite des Autos den Strom induziert. Die Straße wird auf diese Weise zum „Range Extender“.

Das Elektroauto der Zukunft „tankt“ seinen Strom während der Fahrt oder beim Parken vollautomatisch und berührungslos per Induktion. Mit diesem innovativen Ansatz will das Engineering-Unternehmen IAV Elektroautos zuverlässiger und bequemer mit Energie versorgen und dadurch ihre Reichweite deutlich erhöhen. „Im Modellversuch funktioniert unser neues System bereits tadellos“, sagt Wilfried Nietschke, Bereichsleiter für Technology Monitoring, und präsentiert als Beweis eine Anlage im Maßstab 1:28. Ein Stück „Ladestraße“ zur Demonstration und eine Versuchsstrecke im Maßstab 1:1 werden bereits in Niedersachsen geplant. In die Fahrbahn versenkte elektrische Leiter erzeugen ein Magnetfeld, das berührungsfrei in einen Aufnehmer an der Unterseite des Autos den Strom induziert. „Die Straße wird zum Range Extender, der Akku wird ohne Kabel während der Fahrt oder beim Parken aufgeladen“, erklärt Wilfried Nietschke, Induktionsschleifen in der Fahrbahn erzeugen ein Magnetfeld, das die Autos berührungsfrei mit Energie versorgt. Steckdose und ein Kabel sind nicht erforderlich. Lang andauernde Ladeprozeduren oder das aufwendige Wechseln der Batterie können ebenfalls entfallen. Der Primärleiter in der Fahrbahn könnte darüber hinaus ein Steuersignal übertragen, mit dem das Auto auf der virtuellen Schiene ferngesteuert werden könnte. Das Prinzip ist von der „Carrera“-Modellautorennbahn bekannt, funktioniert aber auch berührungslos und ohne Schlitz in der Fahrbahndecke. Der Übertragungsverlust ist bei der Induktion mit rund zehn Prozent gering und hängt ganz entscheidend vom Abstand zwischen Fahrbahn und Fahrzeug ab. Die optimale Distanz könnte mithilfe eines aktiven Fahrwerks und optoelektronischer Messverfahren automatisch eingeregelt werden. Im Serieneinsatz würde ohnehin ein Steuerungssystem erforderlich sein, das den Ladevorgang nur dann aktiviert, wenn per Sensor zweifelsfrei festgestellt wurde, dass sich tatsächlich auch ein Elektroauto über dem Induktionsfeld befindet. Das gilt gleichermaßen für das Parken wie das Fahren, wobei die Straße aufgrund des hohen Wirkungsgrades des Systems nur abschnittsweise mit Induktionsschleifen versehen werden müsste. Die exakte Identifikation eines bestimmten Fahrzeugs (beispielsweise per Funkchip) ist auch für ein korrektes Abrechnungsverfahren unverzichtbar. Daran arbeitet die IAV ebenfalls. (oe)

 

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