Prof. Gernot Spiegelberg, der bei Siemens Projekte zur Elektromobilität leitet, wird für ein Jahr Gastwissenschaftler am Institute for Advanced Study (IAS) der TU München (TUM) sein und dort zusammen mit TUM-Forschern Fragestellungen zur Elektromobilität untersuchen. Das wurde auf dem Jahrestreffen von Siemens und TUM bekannt gegeben. Das IAS wurde aus Mitteln der Exzellenzinitiative gegründet und ermöglicht sowohl herausragenden Wissenschaftlern aus Universitäten und Forschungseinrichtungen wie auch Spitzenkräften aus der Industrie einen Forschungsaufenthalt an der TUM, damit sie sich dort interdisziplinären Projekten widmen können.
Von der Batterie-Entwicklung über die Nutzung von Elektroautos als dezentraler Stromspeicher bis hin zu tragfähigen Geschäftsmodellen zur Markteinführung von Elektromobilen: Die Erforschung von Elektromobilität erfordert die Zusammenarbeit von Experten unterschiedlicher Disziplinen. Das TUM Institute For Advanced Study ermöglicht es herausragenden Wissenschaftlern, interdisziplinäre Projekte zu verfolgen, die besonders zukunftsweisend und damit häufig auch risikoreich sind.
Dafür vergibt das TUM-IAS seit seiner Gründung vor fünf Jahren Stipendien an Spitzenforscher für eine Forschungszeit an der TUM, während der sie keine weiteren Verpflichtungen in Verwaltung oder Lehre haben. Im Gegensatz zu ähnlichen Programmen an anderen Universitäten können am TUM-IAS auch Wissenschaftler aus der Industrie, insbesondere Ingenieure, ein solches Fellowship erhalten.
Prof. Dr.-Ing. Gernot Spiegelberg ist der fünfte Rudolf-Diesel-Industry-Fellow. Der studierte Maschinenbauingenieur ist Ehrenprofessor der TU Budapest. Seit 2008 arbeitet er in der Zentralen Forschung der Siemens AG und leitet dort das sektorübergreifende Leuchtturmprojekt Elektromobilität. Während seines Gastaufenthaltes wird er unter anderem Doktoranden der Exzellenz-Graduiertenschule der TUM betreuen, der International Graduate School of Science and Engineering.