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Der bei Siemens MovE genannte Elektroflitzer hat eine Reichweite von mehr als 100 Kilometern.
 
Wolfgang Dehen, CEO des Siemens-Sektors Energy und Mitglied des Vorstands der Siemens.
 
Dr. Richard Hausmann, Leiter des Siemens Konzernprojekts Smart-Grid-Anwendungen.
 
Dr. Gernot Spiegelberg, Leiter Elektromobilität bei Siemens Corporate Technology.
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Die Siemens AG hat mit dem Aufbau ihrer eigenen Elektroautoflotte an den Standorten München und Erlangen begonnen. Wolfgang Dehen, CEO des Sektors Energy und Mitglied des Vorstands der Siemens AG, übergab die ersten 20 „MovE“ genannten Fahrzeuge am Mittwoch in Erlangen im Rahmen der Übergabefeier an die Mitarbeiter, welche die Fahrzeuge im Rahmen des Flottenversuchs fahren werden.
Insgesamt sollen 100 Mitarbeiter die Elektrofahrzeuge im Alltagseinsatz testen. Die Tests erfolgen an den Standorten Erlangen, München und in Berlin. Siemens bietet den Mitarbeitern zudem kostenloses Stromtanken an. „Wir wollen in diesem Flottenversuch das Zusammenspiel von Auto und Stromnetz optimieren – etwa wenn viele Elektroautos gleichzeitig Strom laden“, erklärte Prof. Dr. Gernot Spiegelberg, Leiter der Konzeptentwicklung Elektromobilität in der zentralen Forschung bei Siemens.
Unsere Lösungen reichen von der Ladeinfrastruktur über Komponenten im Elektroauto bis hin zur notwendigen Informations- und Kommunikationstechnologie“, sagte Dehen. „Diese Testflotte hilft uns, sowohl intelligente Ladesäulen als auch in Zukunft die Antriebstechnik weiterzuentwickeln, und unsere Mitarbeiter sind dabei die Pioniere.„
Für die Fahrzeugflotte werden die Stadtwerke Erlangen grünen Strom liefern und das Projekt bei der Installation und beim Betrieb von öffentlichen Ladesäulen unterstützen. Zudem werden die Stadtwerke die Auswirkungen der Ladevorgänge auf das Stromnetz messen.
Das gesteuerte Laden von Elektroautos ist ein zentraler Aspekt des Smart-Grid-Konzeptes von Siemens. Im „intelligenten Stromnetz“ können Schwankungen durch erneuerbare Energiequellen unter anderem mit Zwischenspeichern ausgeglichen werden. Solche Puffer könnten zukünftig beispielsweise Elektroautos sein. „Elektrofahrzeuge und die von Siemens verfügbare Ladeinfrastruktur sind zudem die ideale Ergänzung zum Smart Grid – dem intelligenten Stromnetz“, sagte Dr. Richard Hausmann, CEO des Konzernprojektes „Smart Grid Applications and Electromobility“.Die derzeit schnellsten Ladesäulen brauchen für das Aufladen eines üblichen Elektroautos ein bis zwei Stunden. Mittelfristig peilt Siemens jedoch einen Schnellladevorgang von höchstens einer Viertelstunde an, so dass eine entleerte Batterie nur noch einen kurzen „Tankstopp“ bedingen würde.
Siemens-Mitarbeiter konnten sich für die Autos bewerben, die vom Systemintegrator German E-Cars, einem Ttochterunternehmen der Fräger GmbH, stammen und von der Sixt Leasing AG gegen eine Leasingrate komplett betreut werden.
Zu einem späteren Zeitpunkt wird Siemens Schnellladesysteme und eigene Elektromotoren im Feldversuch testen. Das Projekt ist zudem offen für Partner wie Stadtwerke, Betreiber eigener Fahrzeugflotten und Automobilhersteller. In Kooperation mit den Partnern wird Siemens neben der Technik auch Geschäftsmodelle auf ihre Alltagstauglichkeit testen – beispielsweise den Stromverkauf durch Stadtwerke für das Laden von Elektroautos. (l