Einer Untersuchung der deutschen Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) zufolge werden nachts fünfmal so viele Fußgänger auf Landstraßen getötet wie tagsüber. Mit der neuen Spotlight-Funktion für den Aktiven Nachtsicht-Assistenten PLUS stellt Mercedes-Benz nun ein aktives Lichtsystem vor, das mit einer Nachtsicht-Kamera Personen auf oder nahe der Fahrbahn, erkennt und diese automatisch anblinkt, um den Fahrer auf die potenzielle Gefahr hinzuweisen.
<ANZEIGE>
Als positiver Nebeneffekt warden hierdurch auch die Fußgänger auf das heranfahrende Fahrzeug aufmerksam gemacht. Eine Blendung anderer Verkehrsteilnehmer wird ausgeschlossen, da die Illumination nicht erfolgt, sofern sich andere Verkehrsteilnehmer, die vorausfahren oder entgegenkommen, im Bereich des Fußgängers befinden. In Serie geht die neue Spotlight-Funktion im Aktiven Nachtsicht-Assistenten PLUS im Sommer 2011. Infrarotscheinwerfer, Nachtsichtkamera, Mehrzweck-Kamera, Spotlight-Scheinwerfer, Instrumentendisplay und Scheinwerferschalter werden dabei von mehreren Steuergeräten mit komplexer Software koordiniert. Die Spotlight-Funktion wird ab 45 km/h aktiv. Ein entsprechendes Symbol im Nachtsicht-Bild informiert den Fahrer, dass die Spotlight-Funktion aktiv ist. Bei Geschwindigkeiten unter 40 km/h wird die Spotlight-Funktion automatisch deaktiviert. Sie erkennt Fußgänger in einer Reichweite von bis zu 80 Metern: Zwei separate Lichtquellen im Scheinwerfer beleuchten die Fahrbahn mit Infrarotlicht. Das aufgenommene Bild wird auf ein Display im Kombi-Instrument übertragen. Hier erscheint eine angenehme, gestochen scharfe Darstellung der Szene, sodass der Fahrer Fußgänger, Radfahrer oder Hindernisse auf der Fahrbahn frühzeitig erkennen kann. Bis zu vier Mal wird der Fußgänger außerhalb von Ortschaften bei Dunkelheit angeblinkt, solange er sich im Lichtkegel befindet. Hat der Adaptive Fernlicht-Assistent auf Abblendlicht geschaltet, wird der Fußgänger mit der Spotlight-Funktion über den ausgeleuchteten Abblendlichtbereich hinaus angeblinkt. Ist dagegen Fernlicht aktiviert, bleibt dieses im linken Scheinwerfer stehen und mit dem rechten Scheinwerfer wird geblinkt. Der blinkende Scheinwerfer bleibt anschließend fünf Sekunden abgeblendet, um in diesem Zeitraum eine Blendung des Fußgängers zu verhindern. Probandenversuchen bestätigen den Sicherheitsvorteil: Bei Fahrten mit 70 km/h erkannten die Probanden mit Hilfe der Spotlight-Funktion einen Fußgänger im Durchschnitt 25 Meter früher als ohne System – ein Zeitvorteil von zirka 1,3 Sekunden.