Die Unternehmen Magna, Siemens und Verbund gründen gemeinsam die Firma Austrian Mobile Power Management GmbH & Co KG (AMP) mit dem Ziel, Elektromobilität in Österreich rasch umzusetzen. Die AMP gehört auch zur Plattform Austrian Mobile Power, in der die wesentlichen österreichischen Technologieunternehmen zusammenarbeiten. Sie umfasst Repräsentanten aus den Bereichen Fahrzeugentwicklung, Systementwicklung und Infrastruktur und ist mittlerweile als Verein mit 12 Mitgliedern organisiert.
Neu dazugekommen sind Wien Energie und Energie Steiermark sowie REWE, Infineon, The Mobility House und Raiffeisen. Weitere Key Player wie Salzburg AG und EVN sind bereits über Projekte in die offene Plattform integriert. „Das Elektrofahrzeug stellt für Magna eines der wichtigsten Zukunftsthemen dar“, so Karl G. Nigl, Director of Business Development, Magna International Europe AG „Wir sprechen hier zwar nicht von einer Revolution, wohl aber von einem bedeutenden Schritt hin zu einer emissionsfreier Mobilität.
Ziel ist es, ein Fahrzeug zu entwickeln und in ausreichender Stückzahl zu produzieren, das dem ursprünglichen Zweck des Automobils – Transport von A nach B – entspricht und diesen Zweck komfortabel, sicher, emissionsfrei und kostengünstig erfüllt.“ Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Ladestrategie. Im Gegensatz zu Konzepten wie dem Batterietausch (etwa bei BetterPlace) setzt die AMP auf das so genannte „Charge Everywhere“ Konzept. Es gibt keine Stromtankstellen im herkömmlichen Sinn: „Getankt“ wird haushaltsverfügbarer Strom aus der Steckdose, die auch über Kommunikationsschnittstellen verfügt.
Jedes Fahrzeug gilt als eigener Verbraucher und wird identifiziert. Dann kann „getankt“ werden ob zuhause, in der Garage im Büro oder während des Einkaufs im Supermarkt. Dahinter steht ein Informationssystem - eine Clearingstelle. Danach wird dann auf Basis der vorhandenen Daten abgerechnet. Für eine optimale Verfügbarkeit müssen pro Auto bzw. Zweirad 2,3 Ladepunkte – also Stecker - vorhanden sein.
Der Strom soll aus erneuerbaren Energien kommen: Bis 2015 errichtet bzw. plant der Verbund neue Wasserkraftwerke in Österreich, mit denen jährlich zusätzlich fast 0,9 TWh Strom erzeugbar sind. Dazu kommen 0,1 TWh, die der Verbund zusätzlich in den kommenden Jahren aus heimischer Windkraft gewinnen will. (oe)