Die Marktmacht der deutschen Autobauer, insbesondere der VW-Porsche-Gruppe, zwingt die Zulieferer zu deutlichen Preiszugeständnissen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage, die das CAR-Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen unter 110 Zulieferunternehmen durchgeführt hat. Demnach sind 85% der befragten Zulieferunternehmen der Meinung, dass die Größe des VW-Konzerns die Gefahr birgt, dass Zulieferern zu höheren Preiszugeständnissen gezwungen werden. Nur 15% sind der Meinung, dass keine Gefahr zu höheren Preiszugeständnissen besteht.
Der Umfrage zufolge haben bereits zwei Drittel der Befragten die Erfahrung gemacht, dass große Automobilhersteller bei Preisverhandlungen höhere Preiszugeständnisse durchsetzen.
Dabei sagen 47% der befragten Zulieferer, die VW-Gruppe würde die höchsten Preiszugeständnisse einfordern. An zweiter Stelle steht BMW, 31% der befragten Zulieferer sagen, die Münchner würden die größten Preiszugeständnisse fordern. Damit hat BMW im Vergleich zu früheren Studien deutlich die Preisverhandlungen mit den Zulieferern verschärft. Die US-Amerikaner GM-Opel und Ford werden von den Zulieferern deutlich „harmonischer“ in Preisverhandlungen angesehen. Dies gilt auch für PSA-Peugeot Citroën und Daimler.
Die Befragung von 110 Zulieferern zeigt trotz sich verbessernder Situation auf den Weltautomärkten ein zunehmender Preisdruck das Autobauer-Zuliefer-Verhältnis beschreibt. Die zu erwartende Steigerung der Marktmacht der VW-Gruppe wird diesen Preisdruck weiter verschärfen. Damit steigt das Risiko für mittelständische Zulieferer, die ihren Umsatz auf weniger Autobauer (Kunden) konzentrieren.
„Die Marktmacht sitzt nicht bei den Zulieferern, sondern bei wenigen Autobauern“, so Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des CAR-Center Automotive Research, in seiner Studie. Er zeigt Unverständnis für die Strategie der deutschen Behörden. „In diesem Zusammenhang ist nicht zu verstehen, warum die deutsche Kartellbehörde etwa die Übernahme der Karmann-Dachsysteme durch Magna verbietet.“ (la)
Whitepaper: Serie 61 ein Test-Tool,
das mit wächst
Der Joker im Testsystem heute CAN, morgen LIN,
übermorgen FlexRay und nächste Woche alles zusammen? Die Entwicklung
und Etablierung von elektronischen Komponenten in Fahrzeugen hat in den letzten
Jahren rasant zugenommen. Wo noch vor einigen Jahren wenig bzw. kaum
Bus-Kommunikations-basierende Kfz-Elektronik anzutreffen war, ist diese heute
an vielen Stellen nicht mehr wegzudenken. Beispiele hierfür sind
Fensterheber, Sitzversteller, etc., welche früher rein mechanisch,
später elektromechanisch und heute mechatronisch betrieben wurden bzw.
werden. Auch die Gesamtanzahl an elektronischen Komponenten bzw.
Steuergeräten wächst quasi unaufhörlich. Ein
Hintergrund hierfür ist beispielsweise der stetig wachsende Anspruch der
Fahrzeugkonsumenten in punkto Komfort und Sicherheit. Betrachtet man diese
Entwicklung aus Sicht der Qualitätssicherung, so bedeutet dies einen
massiven Anstieg neuer Herausforderungen im Test- und Prüfbereich.
Der Einsatz von Inkrementalgebern ist aus nahezu allen Bereichen
der Industrie nicht mehr wegzudenken. Allein für die Wegmessung wird er an
Fließbändern, Fräsen, Robotern etc. eingesetzt. Weitere
Bereiche sind die Drehzahlmessung an rotierenden Maschinen,
Positionsbestimmungen und Geschwindigkeitsmessungen. Es gibt sowohl bei den
Sensoren (Inkrementalgebern) als auch bei den Messmodulen (Encoder-Interfaces),
mit denen die Signale der Inkrementalgeber ausgewertet werden, wesentliche
Unterschiede. Diese Unterschiede entscheiden häufig über die
Einsatztauglichkeit eines Messsystems für die gewünschte Applikation.
Daher sollen der Aufbau und die Funktionsweise dieser unentbehrlich gewordenen
Sensoren und die Weise, wie deren Signale in den Encoder-Interfaces der Firma
imc verarbeitet und ausgewertet werden, in diesem Artikel erläutert
werden.
Im Bereich der physikalischen Messtechnik sind Temperaturen die am
häufigsten zu messenden Größen. Insbesondere in der Prozess-
und Verfahrenstechnik stellt die Temperaturmessung das messtechnische
Rückgrat" dar. Bei den imc Messgeräten gibt es im Bereich der
sogenannten Mixed Signal Applications" kaum ein Messgerät, das ohne
eine Temperatur-Messmöglichkeit geliefert wird. In diesem White Paper soll
die Temperaturmesstechnik mit den beiden wichtigsten Temperatursensoren
Widerstandsthermometer (Pt 100) und Thermoelement erläutert werden.
Die Verwaltung zahlreicher Mess- und Überwachungssysteme und
deren Steuerung und Konfiguration kann über eine Internetplattform
erfolgen. Mit dem Internetportal in Verbindung mit einem Datenserver wird die
Anforderung umgesetzt, von jedem Internet-Terminal der Welt aus mittels
Standardbrowser eine Messung zu beobachten und zu steuern. Bei ferngesteuerten
Überwachungsaufgaben werden Resultate von z. B.
Grenzwertüberwachungen automatisch vom Messgerät zur Plattform
übertragen und von hier als Warnungen und Alarme per SMS oder E-Mail an
autorisierte Benutzer verschickt.