Atmel hat zwei neue Transceiver-Produktfamilien für LIN-Netzwerkanwendungen in Fahrzeugen bekannt gegeben. Sie bieten nach Angaben von Atmel ein Wake-Up-Management mit der geringsten Stromaufnahme am Markt. Die Buasteine ATA6663 und ATA6664 sind autonome LIN-Bus-Transceiver-ICs, die LIN-Transceiver ATA6628/29/30/31 so genannte System-Basis-Chips (SBCs). Im Vergleich zu autonomen LIN-Transceivern sind SBCs höher integriert und enthalten einen Spannungsregler, einen Watchdog Timer (WDT) und hochpräzise Spannungsteiler für Messungen der Versorgungsspannung.
Das Low-Power-Management des Bauelementes ermöglicht auch LIN-Bussysteme mit gemischter Stromversorgung und Kurzschluss nach Masse am LIN-Bus mit einem kleineren Stromverbrauch. Diese neuen LIN-Bauelemente sind für den Betrieb bis zu 40 V für Anwendungen in rauen Umgebungen optimiert. Durch die Integration des Spannungsreglers (ATA6629: 3,3V, ATA6631: 5V), des WDT- und der Hochpräzisions-Spannungsteiler (ATA6628: 3,3V, ATA6630: 5V) können die Systemkosten um bis zu 40 Prozent verringert werden.
Durch einen implementierten Übertragungsmodus mit hoher Datenrate kann auch die LIN-Bus-Programmierung im Prüfstand am Ende des Produktionsbandes realisiert werden. Die ICs bieten mehrere Schutzfunktionen wie Übertemperaturabschaltung und vollständigen Schutz gegen Kurzschlüsse. Atmels ATA6663/64 entsprechen sowohl dem Standard LIN2.1 sowie den allgemeinen EMV-Anforderungen V1.1 und können an Versorgungsspannungen von bis zu 40 V betrieben werden.
Da der Time-Out-Timer bei dominantem TxD deaktiviert ist, ermöglicht der ATA6664 Übertragungen mit sehr kleinen Datenraten und ist daher für MOST-ECL-Bussysteme geeignet. Der Sleep-Modus minimiert die Stromaufnahme auf typischerweise 10 Mikroampere. Muster der neuen LIN-SBC-ICs ATA6628/ATA6630 im bleifreien QFN20-Gehäuse sind ab sofort erhältlich, Muster der LIN-SBCs ATA6629/ATA6631 sowie der LIN-Transceiver-ICs ATA6663/ATA6664 sind im bleifreien SO8-Gehäuse erhältlich. (oe)