Uwe Hillmann (ETAS, links) und Stefan Schmidt (IAV) nach der Vertragsunterzeichnung.
Vertreter von IAV und ETAS unterzeichnetet einen Vertrag über eine strategische Kooperation im Rahmen der geführten Applikation mit CaliAV. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Standardisierung in der Steuergeräte-applikation voranzutreiben und deren Effizienz weiter zu steigern. Die durch CaliAV erreichte Standardisierung macht die komplexen Kalibrierprozesse beherrschbar und sorgt für eine bessere Reproduzierbarkeit der Ergebnisse. Dadurch steigt die Qualität der Applikation. Das Standardisieren und Automatisieren der Aufgaben sorgt zudem für einen effizienteren und damit reduzierten Gebrauch von Versuchsfahrzeugen. Mit CaliAV erhält der Anwender einen homogenen und durchstrukturierten Applikationsprozess. CaliAV wurde in den letzten Jahren von der IAV entwickelt und bereits in verschiedenen Projekten eingesetzt. Die Software CaliAV ermöglicht die Kalibrierung von Steuergeräten zu standardisieren und zu automatisieren. Der Nutzer wird intuitiv geführt und benötigt nur eine minimale Einarbeitungszeit. CaliAV arbeitet mit graphischen Symbolen, die aus einer Art virtuellem Werkzeug-kasten per Drag&Drop zu einem Flussdiagramm zusammengefügt werden. Jedes dieser Symbole entspricht einer Methode mit direktem Bezug zur Kalibrierung und Optimierung der Parameter von Steuergeräten. Der Zugriff auf die gewünschten Größen erfolgt über das Applikationswerkzeug INCA von ETAS. Wurde die Aufgabe in Form eines Flussdiagramms modelliert, dann generiert CaliAV daraus ein ausführbares Script, das INCA automatisch steuert. Die so erstellten Prozesse lassen sich in einer Bibliothek ablegen und stehen somit anderen Anwendern zur Verfügung. CaliAV wird seit Anfang 2010 in der Version 2.0 gemeinsam von ETAS und der IAV Products vertrieben. (oe)
Whitepaper: Serie 61 ein Test-Tool,
das mit wächst
Der Joker im Testsystem heute CAN, morgen LIN,
übermorgen FlexRay und nächste Woche alles zusammen? Die Entwicklung
und Etablierung von elektronischen Komponenten in Fahrzeugen hat in den letzten
Jahren rasant zugenommen. Wo noch vor einigen Jahren wenig bzw. kaum
Bus-Kommunikations-basierende Kfz-Elektronik anzutreffen war, ist diese heute
an vielen Stellen nicht mehr wegzudenken. Beispiele hierfür sind
Fensterheber, Sitzversteller, etc., welche früher rein mechanisch,
später elektromechanisch und heute mechatronisch betrieben wurden bzw.
werden. Auch die Gesamtanzahl an elektronischen Komponenten bzw.
Steuergeräten wächst quasi unaufhörlich. Ein
Hintergrund hierfür ist beispielsweise der stetig wachsende Anspruch der
Fahrzeugkonsumenten in punkto Komfort und Sicherheit. Betrachtet man diese
Entwicklung aus Sicht der Qualitätssicherung, so bedeutet dies einen
massiven Anstieg neuer Herausforderungen im Test- und Prüfbereich.
Der Einsatz von Inkrementalgebern ist aus nahezu allen Bereichen
der Industrie nicht mehr wegzudenken. Allein für die Wegmessung wird er an
Fließbändern, Fräsen, Robotern etc. eingesetzt. Weitere
Bereiche sind die Drehzahlmessung an rotierenden Maschinen,
Positionsbestimmungen und Geschwindigkeitsmessungen. Es gibt sowohl bei den
Sensoren (Inkrementalgebern) als auch bei den Messmodulen (Encoder-Interfaces),
mit denen die Signale der Inkrementalgeber ausgewertet werden, wesentliche
Unterschiede. Diese Unterschiede entscheiden häufig über die
Einsatztauglichkeit eines Messsystems für die gewünschte Applikation.
Daher sollen der Aufbau und die Funktionsweise dieser unentbehrlich gewordenen
Sensoren und die Weise, wie deren Signale in den Encoder-Interfaces der Firma
imc verarbeitet und ausgewertet werden, in diesem Artikel erläutert
werden.
Im Bereich der physikalischen Messtechnik sind Temperaturen die am
häufigsten zu messenden Größen. Insbesondere in der Prozess-
und Verfahrenstechnik stellt die Temperaturmessung das messtechnische
Rückgrat" dar. Bei den imc Messgeräten gibt es im Bereich der
sogenannten Mixed Signal Applications" kaum ein Messgerät, das ohne
eine Temperatur-Messmöglichkeit geliefert wird. In diesem White Paper soll
die Temperaturmesstechnik mit den beiden wichtigsten Temperatursensoren
Widerstandsthermometer (Pt 100) und Thermoelement erläutert werden.
Die Verwaltung zahlreicher Mess- und Überwachungssysteme und
deren Steuerung und Konfiguration kann über eine Internetplattform
erfolgen. Mit dem Internetportal in Verbindung mit einem Datenserver wird die
Anforderung umgesetzt, von jedem Internet-Terminal der Welt aus mittels
Standardbrowser eine Messung zu beobachten und zu steuern. Bei ferngesteuerten
Überwachungsaufgaben werden Resultate von z. B.
Grenzwertüberwachungen automatisch vom Messgerät zur Plattform
übertragen und von hier als Warnungen und Alarme per SMS oder E-Mail an
autorisierte Benutzer verschickt.