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Interview mit Prof. Dr. Wolfgang Merker, Leiter der Forschungsdirektion Information and Communication bei DaimlerChrysler 09-01-05

"Aktive Sicherheit durch mehr IT"

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Prof. Dr. Wolfgang Merker ist als Leiter der Forschungsdirektion Information and Communication (RIC) bei DaimlerChrysler verantwortlich für den Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik. automotive electronics+systems befragte ihn nach den Aufgaben, die er in seinem Verantwortungsbereich in den nächsten Jahren sieht.

Welche Trends zeichnen sich im Bereich Ihrer Forschungsdirektion für die nächsten Jahre ab?

Ich sehe vor allem drei wichtige Entwicklungen auf uns zukommen. Die erste ergibt sich aus unserer Vision vom "Unfallfreien Fahren". Wir müssen uns fragen: Welche Fahrzeug- und Verkehrssysteme benötigen wir, um die Unfallzahlen zu reduzieren? Die zweite Entwicklung betrifft die Qualität: Software gewinnt hier immer mehr an Bedeutung. Sie ist ein entscheidender Faktor im Fahrzeug und in der Fahrzeugherstellung. Drittens: Schließlich geht es um alle Prozesse im Unternehmen, zum Beispiel in der Entwicklung, der Fertigungsplanung und -steuerung, in der Beschaffung und im Management der Zuliefernetzwerke. Im Wettbewerb kann nur bestehen, wer die Abläufe beschleunigt, die Flexibilität erhöht, die Komplexität beherrscht und Kosten dauerhaft reduziert. Bei allem muss unsere Forschung sicherstellen, dass sich der Konzern durch Innovations- und Technologieführerschaft von den Wettbewerbern abhebt.

Sie nannten die Vision vom "Unfallfreien Fahren". Wie wollen Sie dies erreichen?

Unsere Forscher arbeiten dazu an verschiedenen Konzepten, mit denen die Fahrzeuge noch sicherer werden. Die Kommunikationstechnologie bietet hier große Potenziale. Eine ausgeklügelte und extrem schnell arbeitende Software zur Mustererkennung kann Fahrzeuge, Fußgänger, Verkehrszeichen, Ampeln und Fahrbahnmarkierungen zukünftig sicher erkennen sowie bewegte Objekte verfolgen und den Fahrer rechtzeitig warnen. Damit die Vernetzung von aktiver und passiver Sicherheit gelingt, haben wir gemeinsam mit den Geschäftsbereichen ein neues und enges Entwicklungsnetz bei DaimlerChrysler geknüpft.

Kommunikation rund ums Fahrzeug – welche Telematikfunktionen sind denn für einen Automobilhersteller und seine Kunden besonders interessant?

Telematik heute im Fahrzeug ist das, was man oft mit dem Schlagwort "Infotainment" belegt: Telefonieren, Multimedia und Navigation. Von der Forschungsseite wollen wir Telematiktechnologien wie Kommunikation oder digitale Karten aber auch noch für andere Zwecke einsetzen, insbesondere für die aktive Sicherheit. Die Möglichkeiten, Telematik mit Assistenzsystemen im Fahrzeug zu verknüpfen, sind dafür ausschlaggebend. Der Fahrer bekommt sozusagen einen telematischen Horizont. Außerdem können die Wartung und der Service durch Ferndiagnose verbessert werden.

Erfordern solche Dienste nicht alle ein breitbandiges Netz, das noch längst nicht flächendeckend und vermutlich ja auch ziemlich teuer ist?

Für viele der fahrzeugbezogenen Anwendungen, an denen wir forschen, ist die Bandbreite kein Thema – die Kostenfrage dagegen schon. Deshalb ist es interessant, dass der Mobilfunkstandard inzwischen ernsthafte Konkurrenz bekommen hat. Überall dort, wo UMTS in den nächsten zwei Jahren einmal funktionieren soll, werden wir vermutlich auch mit "Wireless Lan" arbeiten können. Europaweit satteln derzeit Mobilfunk- und Festnetzbetreiber um. Bis Ende des Jahres werden allein in Deutschland tausende so genannter Hot-Spots entstehen. Und diese Technik wird auch im Automobilbereich eine Rolle spielen.

Ein wesentliches Themenfeld in Ihrer Forschungsdirektion ist Augmented oder Mixed Reality. Welche Vorteile bieten die Virtual Reality-Techniken einem Unternehmen wie DaimlerChrysler?

In vielen Centern tragen Virtual Reality-Techniken bereits zu einer deutlichen Verkürzung des Entwicklungsprozesses bei. Augmented Reality oder Mixed Reality vereinfacht in Zukunft alle komplexen Prozesse bis hin zum Service bei DaimlerChrysler. Diese Technologie wird durch die Leis-tungssteigerung in der Hard- und Software kostengünstig und mobil verfügbar sein.

Wie begegnen Sie den unterschiedlichen Anforderungen, die die einzelnen Marken an die Konzernforschung stellen?

Unsere Forscher arbeiten dazu gezielt mit den verschiedenen Entwicklungsbereichen zusammen. Unser Ziel sind die besten Autos der Welt. Um das zu erreichen, definieren wir gemeinsam die notwendigen Technologiestrategien und Forschungsziele anhand der Vorgaben des Executive Automotive Committee (EAC). Zusammen legen wir außerdem eine exakte Roadmap fest: Wer benötigt welche Technologie, zu welchem Zeitpunkt, für welches Produkt?

Wie gewährleisten Sie konkret, dass möglichst viele Innovationen Ihres Forschungsbereichs in die Serienentwicklung fließen?

Durch eine sehr enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Entwicklungsbereichen. In unserem Kerntechnologiefeld "Intelligent Transportation Systems" haben wir dazu eine gemeinsame Transferabteilung mit der Mercedes Car Group gegründet. Unser Ziel ist es, dass möglichst viele Innovationen aus den Forschungsfahrzeugen in der Serie ankommen. Dazu bestimmen wir mit unseren internen Partnern klare Meilensteine und Transferziele und führen regelmäßige Projekt-Reviews durch.

Vielen Dank für dieses Gespräch.



 

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WHITEPAPER

 

Whitepaper: Serie 61 – ein Test-Tool, das mit wächst
Der „Joker im Testsystem“ – heute CAN, morgen LIN, übermorgen FlexRay und nächste Woche alles zusammen? Die Entwicklung und Etablierung von elektronischen Komponenten in Fahrzeugen hat in den letzten Jahren rasant zugenommen. Wo noch vor einigen Jahren wenig bzw. kaum Bus-Kommunikations-basierende Kfz-Elektronik anzutreffen war, ist diese heute an vielen Stellen nicht mehr wegzudenken. Beispiele hierfür sind Fensterheber, Sitzversteller, etc., welche früher rein mechanisch, später elektromechanisch und heute mechatronisch betrieben wurden bzw. werden. Auch die Gesamtanzahl an elektronischen Komponenten bzw. Steuergeräten wächst quasi „unaufhörlich“. Ein Hintergrund hierfür ist beispielsweise der stetig wachsende Anspruch der Fahrzeugkonsumenten in punkto Komfort und Sicherheit. Betrachtet man diese Entwicklung aus Sicht der Qualitätssicherung, so bedeutet dies einen massiven Anstieg neuer Herausforderungen im Test- und Prüfbereich.

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Whitepaper: Inkrementalgeber
Der Einsatz von Inkrementalgebern ist aus nahezu allen Bereichen der Industrie nicht mehr wegzudenken. Allein für die Wegmessung wird er an Fließbändern, Fräsen, Robotern etc. eingesetzt. Weitere Bereiche sind die Drehzahlmessung an rotierenden Maschinen, Positionsbestimmungen und Geschwindigkeitsmessungen. Es gibt sowohl bei den Sensoren (Inkrementalgebern) als auch bei den Messmodulen (Encoder-Interfaces), mit denen die Signale der Inkrementalgeber ausgewertet werden, wesentliche Unterschiede. Diese Unterschiede entscheiden häufig über die Einsatztauglichkeit eines Messsystems für die gewünschte Applikation. Daher sollen der Aufbau und die Funktionsweise dieser unentbehrlich gewordenen Sensoren und die Weise, wie deren Signale in den Encoder-Interfaces der Firma imc verarbeitet und ausgewertet werden, in diesem Artikel erläutert werden.

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Whitepaper: Temperaturmessung

Im Bereich der physikalischen Messtechnik sind Temperaturen die am häufigsten zu messenden Größen. Insbesondere in der Prozess- und Verfahrenstechnik stellt die Temperaturmessung das „messtechnische Rückgrat" dar. Bei den imc Messgeräten gibt es im Bereich der sogenannten „Mixed Signal Applications" kaum ein Messgerät, das ohne eine Temperatur-Messmöglichkeit geliefert wird. In diesem White Paper soll die Temperaturmesstechnik mit den beiden wichtigsten Temperatursensoren Widerstandsthermometer (Pt 100) und Thermoelement erläutert werden.

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Whitepaper: Web-basierte Zustandsüberwachung

Die Verwaltung zahlreicher Mess- und Überwachungssysteme und deren Steuerung und Konfiguration kann über eine Internetplattform erfolgen. Mit dem Internetportal in Verbindung mit einem Datenserver wird die Anforderung umgesetzt, von jedem Internet-Terminal der Welt aus mittels Standardbrowser eine Messung zu beobachten und zu steuern. Bei ferngesteuerten Überwachungsaufgaben werden Resultate von z. B. Grenzwertüberwachungen automatisch vom Messgerät zur Plattform übertragen und von hier als Warnungen und Alarme per SMS oder E-Mail an autorisierte Benutzer verschickt.

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03.08.2010 bis 05.08.2010  | Austin
National Instruments: NIWeek 2010
03.09.2010 bis 08.09.2010  | Berlin
Messe Berlin : Internationale Funk Ausstellung (IFA)
21.09.2010  | Darmstadt
HBM: Planen und Durchführen von Messaufgaben
22.09.2010  | Darmstadt
HBM: Praxis-Workshop: Selbstständiges Lösen von typischen Messaufgaben
22.09.2010 bis 23.09.2010  | Bochum
Mesago: Wireless Technologies Kongress

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