Göpel electronic gibt die Entwicklung spezieller Modellbibliotheken für Xilinx-FPGAs mit integrierten PowerPC-Cores zur Unterstützung der Emulationstechnologie VarioTAP bekannt. Die als VarioTAP-Modell bezeichneten Bibliotheken sind modular als intelligente IP strukturiert und ermöglichen eine vollständige Fusion von Boundary Scan Test und JTAG Emulation. Auf dieser Basis können auch externe Flash Bausteine In-System programmiert werden. Außerdem unterstützt VarioTAP interlaced Bus Emulation Tests (BET) und System Emulation Tests (SET) für erweiterte JTAG Boundary Scan Funktionalität. „So können zunächst die FPGA programmiert und anschließend strukturelle Boundary Scan Tests, dynamische Emulationstests, Mixed-Signal Tests, sowie Flash Programmierung auf einer Plattform kombiniert werden. Dadurch kann nicht nur die Testabdeckung entscheidend verbessert, sondern auch signifikante Kostensenkungen beim Produktionstest erzielt werden,“ erklärte Bettina Richter, Corporate Marketing Manager bei GÖPEL electronic. Die beiden neuen VarioTAP IP-Modelle wurden in Kooperation mit der vor einem Jahr in das GATE-Partnerprogramm aufgenommenen Firma iSYSTEM entwickelt und unterstützen sowohl den PowerPC405 Core integriert in Virtex-II Pro und Virtex-4 FPGA, als auch die im Virtex-5 FXT enthaltenen PowerPC440 Prozessoren. Die Ansteuerung der Cores kann dabei über ein separates JTAG-Debug-Interface, oder den nativen JTAG-TAP des Xilinx FPGA erfolgen und ermöglichen sowohl prozessorgestützte Flash-Programmierung sowie eine Vielzahl von Emulationstestfunktionen. Der Einsatz von VarioTAP verlangt vom Anwender weder fachspezifisches Hintergrundwissen, noch zusätzlichen Entwicklungs¬werkzeuge und auch keine prozessorspezifischen Pods, was die Handhabung einfach und unkompliziert macht. Durch die OEM-Kooperation mit allen führenden Anbietern von In-Circuit-Testern (ICT), Manufacturing Defect Analyzers (MDA), Flying Probern (FPT) und Funktionstestern (FCT) steht die neue Lösung auch sofort für die Produktion zur Verfügung. (oe)