IPG Automotive präsentiert die neue Version der Objektsimulation IPGTraffic in CarMaker. Diese erlaubt eine interaktive Generierung beliebiger Verkehrsszenarien und eignet sich daher optimal für den MIL-, SIL- und HIL-Test verschiedenster Fahrerassistenzsysteme mit Objektdetektion. Anlässlich der Tagung "Aktive Sicherheit durch Fahrerassistenz 2008" hat IPG Automotive den neuesten Entwicklungsstand von IPGTraffic vorgestellt. Das Modul der Fahrdynamiksoftware CarMaker simuliert frei konfigurierbare Verkehrssituationen mit einer beliebigen Anzahl von beweglichen Objekten (z. B. Fremdverkehr, Fußgänger) und statischen Hindernissen (z. B. parkende Fahrzeuge, Leitplanken, Verkehrszeichen, Bauwerke) in der Umgebung eines mit Sensoren ausgestatteten Testfahrzeugs. Damit eignet sich das Modul für die modellbasierte Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen. Die Regelsysteme und die zugehörigen Sensoren können dank offener Schnittstellen einfach und schnell in das virtuelle Testfahrzeug integriert und je nach Entwicklungsstand und Testziel mittels Model-, Software- oder Hardware-in-the-Loop in unterschiedlichsten Fahrsituationen und Verkehrsszenarien gestestet werden.
Der Test Scenario Manager erlaubt eine präzise Konfiguration der Verkehrssituationen im zeit-, weg- oder ereignisgesteuerten Ablauf. Typ, Dimensionen und die Anfangsbedingungen, Wege, Geschwindigkeiten und Beschleunigungen der Objekte können damit unabhängig oder abhängig zueinander frei spezifiziert werden. Dabei sind dem Anwender weder hinsichtlich der Anzahl der Objekte noch der Länge der ein- oder mehrspurigen virtuellen Strecken Grenzen gesetzt. Der Verkehr kann problemlos auch auf sehr langen und real vermessenen 3D-Stecken (100 km und mehr) simuliert werden.
Weiteres Highlight für die Entwicklung von ACC und Co ist die TestWare für Fahrerassistenzsysteme. Hierin sind Modelle, Testfälle, Testautomatisierungs- und Postprocessing-Routinen implementiert, um Fahrerassistenzsysteme umfassend in der Simulation mit CarMaker zu bewerten. Der Manöverkatalog enthält umfangreiche Szenarien, die für die Absicherung der Funktionen, Fehlfunktionen, Failsafe-Verfahren und Regelgüte der Systeme nötig sind und geht weit über die möglichen Fahrversuche auf der Straße hinaus. (oe)