Das Sensorprinzip basiert auf einer Wirbelstromtechnik in Verbindung mit Dünnschichtspulen, die in einem Siebdruckverfahren auf eine gedruckte Schaltung aufgebracht werden. Der in die Primärwicklung injizierte Hf-Strom erzeugt ein Magnetfeld. Im Geberelement werden Wirbelströme erzeugt, die ihrerseits ein dem Primärfeld entgegen gerichtetes Magnetfeld zur Folge haben. Die Amplitudenänderung durch den in die Sekundärwicklung induzierten Strom erlaubt eine genaue Bestimmung der Winkelposition des Motorläufers.
Der EMPOS bietet mehrere Möglichkeiten zur Messung von Winkelpositionen: Messung der absoluten mechanischen Winkellage (360 °) oder genaue Erfassung des elektrischen Winkels in Abhängigkeit von der Polpaarzahl des Motors. Die Messung funktioniert auch noch in sehr schnell drehenden Synchronmotoren bei Drehzahlen bis über 20 000 min-1 mit einer maximalen Messabweichung von < 1° elektrisch. Die Stromaufnahme liegt bei 20 mA, der Temperaturbereich reicht von – 40 °C bis + 160 °C.
Die Messsignalverarbeitung ist in den Sensor integriert, sodass alle elektronischen Steuerkomponenten direkt an den Sensor angeschlossen werden können. Durch Integration der digitalen Signalverarbeitung in den Sensor kann direkt ein digitales und/oder analoges Ausgangssignal über einen ASIC genutzt werden. Kundenspezifische digitale Protokolle auf Wunsch integrierbar. (la)