Solange der Verbrennungsmotor arbeitet, steht in der Regel auch genügend Wärme für einen Heizbetrieb im Fahrgastraum zur Verfügung. Wird aber elektrisch gefahren, kann weder die Motorabwärme des 1,8-Liter-Benziners genutzt werden, noch möchte man den begrenzten Energieinhalt der Akkus „verheizen“.
Hier kommt die Wärmepumpe zum Tragen. Da die Wärmepumpe – anders als elektrische Zuheizer – selbst keine Wärme erzeugt, sondern der Umgebung die Wärem entzieht und an anderer Stelle wieder abgibt, also nur vorhandene Wärmeenergie „transportiert“, arbeitet sie höchst effizient und beeinträchtigt die batterieelektrische Reichweite des Prius Plug-in so gering wie möglich. Toyota hat dazu das Prinzip der Klimaanlage nochmal umgekehrt. Im Innenraum befindet sich ein Kondensator zur Wärmeabgabe, im Motorraum ein Verdampfer, der der Umgebung die Wärme entzieht. In einem batterieschonenden Zusammenspiel von Klimaanlage und Wärmepumpe, die Motorabwärme, Zuheizer oder Umgebungsluft nutzen, wird durch ein ausgeklügeltes Ventilsystem die Wärme optimal in das Fahrzeuginnere gebracht. Rein batteriebetriebene Fahrzeuge werden künftig ebenfalls von diesem Fortschritt profitieren.
Ein weiteres besonderes Merkmal der Klimakompressor- und Wärmepumpentechnik ist die Fernbedienbarkeit mittels der Smart-Key- Funkfernbedienung. So kann bereits vor Fahrtantritt auf die zuvor gewählte Innenraumtemperatur komfortabel gekühlt oder geheizt werden. (la)