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DIANA erhöht Diagnosefähigkeit 20-07-10
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Mit durchschnittlich 80 elektronischen Steuergeräten ist die Elektronik heutiger Kraftfahrzeuge überaus komplex. Erfahrungsgemäß ist die eigentliche Ursache bei bis zu 40 Prozent der gemeldeten Fehler in der Fahrzeugelektronik nicht einwandfrei feststellbar. Das kann für den Fahrzeughalter unter Umständen mehrmalige Werkstattbesuche und teure Reparaturen bedeuten, denn häufig bleibt nur die Möglichkeit, anhand der Fehlerbeschreibung Systemkomponenten auf Verdacht auszutauschen.

 

Das wollen die vier Partner des Forschungsprojekts „DIANA“ ändern. Gemeinsam werden AUDI AG, Continental AG, Infineon Technologies AG und ZMD AG erforschen, wie sich die Analyse- und Diagnosefähigkeiten von elektronischen Steuergeräten im Fahrzeug verbessern lassen. Unter der Leitung von Infineon arbeiten die vier Partner bis 2013 daran, wie eine gezielte Fehlererkennung und damit schnellere Fehlerbehebung beim Automobilhersteller bzw. in der Werkstatt möglich sind. DIANA steht für „Durchgängige Diagnosefähigkeit in Halbleiterbauelementen und übergeordneten Systemen zur Analyse von permanenten und sporadischen Fehlern im Gesamtsystem Automobil“. Die Projektpartner werden dabei von zahlreichen Forschungseinrichtungen und Universitäten unterstützt.

 

Das Projekt DIANA wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung und des Programms „Informations- und Kommunikationstechnologie 2020“ (IKT 2020) mit einem Beitrag von etwa 4,8 Millionen Euro gefördert. Schwerpunkte des IKT 2020-Programmes sind unter anderem Automobil und Mobilität, mit dem Ziel, die Robustheit der Fahrzeugelektronik maßgeblich zu verbessern.

 

Zur Erreichung der Projektziele werden Verfahren, wie sie heute bei der Qualitätskontrolle in der Halbleiterindustrie zum Einsatz kommen, für die unmittelbare Anwendung im Fahrzeug weiterentwickelt. Relevante Informationen über mögliche Fehlfunktionen während des Betriebs lassen sich so direkt von den Halbleiterbauelementen feststellen und zukünftig an übergeordnete Systemkomponenten des elektronischen Steuergeräts weitermelden.

 

Das elektronische Steuergerät kann dann die gesammelten Betriebsdaten für die Diagnose aufbereiten und den Fahrer über den Zustand seines Fahrzeugs informieren bzw. den Mechanikern in der Werkstatt einen detaillierten Diagnosebericht zur Verfügung stellen. Eine solche, heute noch nicht verfügbare durchgängige Diagnosefähigkeit erfordert eine enge Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Automobilindustrie, vom Halbleiterhersteller über die Systemlieferanten der elektronischen Steuergeräte bis zum Automobilhersteller.

 

Die DIANA-Projektergebnisse werden in Produkte der Automobilelektronik einfließen und könnten ab 2015 für zuverlässigere Kraftfahrzeuge mit weniger und gleichzeitig effizienteren Werkstattaufenthalten sorgen. Bewähren sich die Testroutinen im Fahrzeug, bieten sich weitere sicherheitsrelevante Anwendungsfelder an; z. B. in anderen Verkehrssystemen wie Bahn oder Flugzeug oder in der Medizintechnik.

 

Die vier Projektpartner werden von Forschungseinrichtungen und Universitäten unterstützt, nämlich vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen Dresden, der Universität der Bundeswehr München und den Universitäten Cottbus, Erlangen-Nürnberg und Stuttgart.

 

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