Mithilfe der Integration haptischer Rückmeldungen in berührungsempfindliche Oberflächen spürt der Fahrer beim Bedienen direkt, ob ein "Touch-Element" von ihm auch tatsächlich aktiviert wurde. Erste Serienaufträge unterstreichen die Zukunftsträchtigkeit dieser Technologie und auf der Consumer Electronics Show im Januar 2012 zeigte Continental mehrere Anwendungsfälle für Touch-Elemente, die dem Anwender direkte Rückmeldung geben.
Damit die Bedienung von Touchelementen zukünftig noch sicherer und effektiver für den Fahrer wird – dessen primäre Aufgabe ja darin besteht, den Straßenverkehr im Blick zu behalten – setzt Continental auf eine fühlbare Rückmeldung berührungsempfindlicher Oberflächen. Zum Beispiel signalisiert ein leichter Gegendruck des Displays am Finger die erfolgreiche Durchführung eines Bedienschrittes, ganz ohne weiteren Blickkontakt des Fahrers zum Bildschirm.
Für die haptische Rückmeldung ermittelt Continental die exakte Fingerposition während der Bedienung. Touch-Sensoren auf rein elektrisch (kapazitiv), elektromechanisch (resistiv) oder optisch messender (über einen Infrarot-Sensor) Basis übernehmen diese Aufgabe. Sie lokalisieren die Fingerposition zuverlässig auf weniger als einen Millimeter genau. Mit der Positionserkennung fällt die Entscheidung, in welcher Form eine haptische Rückmeldung erfolgen soll. Ob tatsächlich ein Touch-Element ausgelöst wird ist darüber hinaus von der Betätigungskraft abhängig, die über weitere Sensoren oder durch Signalverarbeitungsschritte auf Basis bestehender Daten ermittelt werden.
Die für die Ausführung der mechanischen Bewegung erforderlichen Aktuatoren können in einem Frequenzbereich von bis zu 200 Hertz und mehr unterschiedliche haptische Informationen erzeugen. In Abhängigkeit des jeweiligen Bedienkonzepts, kann die Rückmeldung in Form eines leichten Gegendrucks, bis hin zu einer Vibration, erfolgen. So können unterschiedliche und auf die Herstellerbedürfnisse abgestimmte Rückmeldestrategien realisiert werden.
Laut Continental haben Versuchsreihen gezeigt: Haptische Rückmeldungen werden deutlich besser vom Fahrer angenommen als visuelle oder akustische Signale. Continental hat die grundlegende Vorentwicklung abgeschlossen und ist jetzt in der Lage, an spezifischen Umsetzungen für neue Fahrzeugmodelle gemeinsam mit den Automobilherstellern zu arbeiten. (sh)