Enthalten sind PWM-Controller und Analogfunktionen auf dem Chip für die direkte Motorsteuerung sowie Automotive-Schnittstellen für die Kommunikation innerhalb des Fahrzeugs. Dank eines schnellen 4-Kanal-PWM-Controllers mit 20-Bit-Genauigkeit, Totzeiterzeugung und Fehlerschutz, des 16-Kanal-, 12-Bit-Pipeline-ADC-Wandlers, des 4-Kanal-, 12-Bit-DAC-Wandlers, eines eingebauten Temperatursensors sowie vier analoger Komparatoren für die Messung der gegenelektromotorischen Kraft (EMK) können die UC3C-Bauteile beispielsweise in sensorlosen bürstenlosen Gleichstrommotoren (BLDCs) die Motoren besonders effizient steuern.
Der UC3C verfügt über bis zu 64KB Embedded SRAM. Die Bauelemente sind für den Betrieb mit 3,0 – 5,5V konstruiert, verfügen über echten 5V-Betrieb, sind als Automotive-Grade-1-Produkte qualifiziert und können im Temperaturbereich von -40°C bis +125°C eingesetzt werden.
Ein weiteres Merkmal ist ein unabhängiges Peripheral-Event-System gekoppelt mit DMA-Kanälen, die eine Kommunikation mit der Peripherie ohne Eingreifen der CPU erlauben und eventuellen Jitter beseitigen. Dies garantiert eine Latenzzeit von zwei Zyklen zwischen der Beendigung einer Peripherie-Operation und dem Beginn einer weiteren. Die Bauteile enthalten leistungsfähige Algorithmen, z.B. feldorientierte Regelung (Park- und Clarke-Transformationen), sowie eine IEEE 754-1985-kompatible Floating Point Unit (FPU), mit der die Leistungsfähigkeit, die Genauigkeit und der Dynamikbereich von Berechnungen erhöht werden.
Mit einer doppelten CAN-Schnittstelle, fünf LIN2.1-kompatiblen, unabhängigen USARTs und fünf I2C-kompatiblen Zweidrahtschnittstellen (TWI) eignen sich die Bauteile für die Kommunikation über Standard-Netzwerke innerhalb des Fahrzeugs. Die Mikrocontroller enthalten weiterhin eine serielle I2S-Schnittstelle, eine Ethernet-MAC-10/100Mbs-Schnittstelle und eine USB-2.0-Schnittstelle.
Dank eines eingebetteten FlashVault-Codeschutzes bietet das Bauelement eine sichere On-Chip-Speicherung für proprietären Code und urheberrechtlich geschützte Software. Mit dieser Funktion ist es auch möglich, das Bauelement mit wertvoller Software auszuliefern und später die Entwicklung, das Debugging und die Programmierung des restlichen Quellcodes durchzuführen.
Muster und UC3C-EK-Evaluierungs-Kits, STK600-Starter-Kits und AVR-UC3C-Software-Framework stehen zur Verfügung. (sh)